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| Sonstiges zum Onlinerecht Hier kann über alles diskutiert werden, wofür es keine extra Kategorie gibt. |
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| Anzeige ich bin freiberufliche Grafikerin und Webdesignerin und noch rel. neu in der Branche. Im Juli diesen Jahres lernte ich einen Marketingmenschen kennen, der mir eine Zusammenarbeit auf 50/50 Basis anbot, welche ich auf Grund meiner zu diesem Zeitpunkt noch recht dürftigen Auftragslage zähneknirschend annahm. Was mich von Anfang an ziemlich irritierte war die Tatsache, dass nur er die Kundenkontakte hatte und mich völlig aus diesem Prozess ausschloss - sprich, er lieferte mir die Daten und ich erstellte dann die Demoseiten, bzw. die gewünschten Designs. (Inzwischen vermute ich, dass er sich bei den Kunden selbst als Designer ausgibt und deshalb meinen Kundenkontakt derart vehemment unterbindet) Daraufhin erstellte ich 3 Demoseiten für recht komlexe Internetseiten und ein Flyerdesign, jedoch hält er mich seit nunmehr vier Monaten auf mein Nachfragen ständig mir der Aussage "ich bin dran" hin. Nun sagte ich ihm, dass ich, wenn bis zum 15.12. keine verbindliche Zusagen von ihm oder "seinen" Kunden erhalte, die entsprechenden Kunden selbst kontaktieren werde. Daraufhin drohte er mir per E-Mail mir der Aussage, dass er im Falle eines "Einmischens" meinerseits, sämtliche bestehenden Aufträge umgehend stornieren würde. Hier nun meine Fragen: 1. Da die entsprechenden Angebote und etwaigen Rechnungen über meine Firma laufen würden, kann er diese Aufträge überhaupt stornieren, bzw. sind es rechtlich gesehen denn nun seine oder meine Kunden? 2. Ist ein derartiges Vorgehen überhaupt branchenüblich und/oder zulässig? 3. Wir hatten zwar die mündliche Absprache, dass diese Demoseiten bis zum endgültigen Okay des Kunden eine "Dienstleistung" seien. Eine künftige Zusammenarbeit ist nach dieser massiven Drohung jetzt natürlich nicht mehr möglich. Kann ich ihm meine bereits geleistete Arbeit jetzt trotzdem in Rechnung stellen? Selbstverständlich würde ich ihm nach Begleichen der Rechnungen die entsprechenden Daten umgehend auf CD oder Stick zukommen lassen. Schonmal vielen Dank für eure Tipps, GlG Artifex |
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| Ich halte das für einen ziemlich schweren Fall, da es bei der Auslegung der Verträge auf die genauen Details ankam. Auch, ob ihr eine vertragliche Vereinbarung darüber habt, dass du keinen Kontakt zu den Kunden aufnimmst. Daran geknüpft ist dann letztlich auch die Frage, wessen Kunden es sind. Würde das Geld direkt an den Designer fließen, wär dies ein Argument dafür, dass es nur eine Vermittlerrolle war. Geht das Geld zunächst an den Vermittler, wäre es anders.
__________________ Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können. |
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| Hallo Elradon, vielen Dank für Deine Antwort. nein, eine vertragliche Vereinbarung bzl. des Kundenkontaktes besteht nicht, im Gegenteil, ich versuchte immer wieder ihn doch zu seiner Zustimmung zu überreden, wollte dann aber auch nicht hinter seinem Rücken operieren. Wie gesagt, ich würde die Kundenrechnungen stellen und somit würde das Geld dann auch direkt an mich (den Designer) gehen. In sofern wäre er der Vermittler und dafür sind 50% Provision schon heftig, nicht? Kann ich ihm denn jetzt trotzdem meine Leistungen in Rechnung stellen? Die Aufträge kamen ja schließlich von ihm... |
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| Also der Kunde bekäme die Rechnung? Dann würde ich mich auch mal direkt an ihn wenden. Sagen, was in deinem Fall erlaubt ist, dürfen wir hier nicht.. Rechtsberatung.. Außerdem wird auch keiner das Risiko eingehen wollen für eine falsche Information zu haften.
__________________ Ich kann mit meinen Beiträgen nur einen Ausschnitt des Rechts abdecken und auch nur meine eigene Position aufzeigen. Im Recht hängt viel von Argumentation ab. Ich bitte daher zu beachten, dass meine Beiträge keinen anwaltlichen Rat ersetzen können. |
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| Ich bin noch ganz neu hier und dies ist mein erster Threat aber ist schon klar, das verstehe ich ja, ich würde auch beileibe hier niemanden haftbar machen wollen. Ich wollte nur einfach mal sehen, ob hier jemand schonmal etwas ähnliches erlebt hat und ob solch eine Unterbindung des Kundenkontaktes von einem Vermittler überhaupt branchenüblich ist - könnte ja sein... Auf jeden Fall war mir schonmal wichtig zu wissen, dass wenn ich die Rechnung schreibe, der Kunde dann offensichtlich auch "mein" Kunde ist. Was ja eigentlich auch logisch ist. Nochmal danke für die Info. Ich werde aber trotzdem mal einen Anwalt befragen, obwohl mein Haus-und-Hof Anwalt in diesen IT-Dingen leider eher unbedarft ist. Jetzt klicke ich mich mal durch diese Seiten, vielleicht werde ich ja fündig... |
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