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Strafrecht & Internet Was verboten ist und welche Strafen drohen...

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  #1 (permalink)  
Alt 23.05.2007, 16:25
Unregistriert
 
Beiträge: n/a
Standard Kann man hier von Betrug reden?


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Hallo.

Es geht um ein Werbenetzwerk mit einer Internetwährung *Klammlose*
das weit über Tausend User hat. Gegen €`s kann man dort auch Lose zum
buchen erwerben.

Ich surfe mit Firefox, als Werbeblocker benutze ich Adblock. Wenn
ich nun eine Website sperre und auf einen Banner klicke, der genau zu
dieser gesperrten Website geht, bekomme ich in Firefox eine 2 geteilte
Seite angezeigt. Im unteren Teil befindet sich dann Fremdwerbung. Der
obere Teil bleibt leer.

Das beobachte ich nun 2 Jahre, hatte zwar immer im Quelltext
nachgeschaut, aber nie was gefunden.

Mittlerweile bin ich dahinter gekommen, woher das kommt. Das kommt
Direkt vom Werbenetzwerk. Und zwar baut das Werbenetzwerk dort
weitere Werbung von einen anderen Werbenetzwerk ein. Allerdings im
Hintergrund, was niemand sieht und auf kosten der User die dort Werbung
buchen und davon nichts Wissen.
Das heißt, dieses Werbenetzwerk verteilt so seine cookies für
viele Versandhäuser.

Meine Frage:

Kann man hier von Betrug ausgehen und wenn ja, welcher Strafbestand
liegt hier vor?

Gibt es ein geltendes Gesetz dafür?

Was kann ich tun, damit dieses Netzwerk damit aufhört?

Gruss xxx
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  #2 (permalink)  
Alt 23.05.2007, 17:41
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2007
Beiträge: 8.489
Standard AW: Kann man hier von Betrug reden?

Also für Betrug wäre das StGB zuständig
Zitat:
§ 263 Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält
Hier sind einige Stellen drin, die entweder nicht ganz so passen oder von den Vertragsbedingungen abhängig sind, z.B. rechtswidrigen Vermögensvorteil, Vorspiegelung falscher Tatsachen, Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen, Erregung oder Unterhalt eines Irrtums.

Aus dem Geschilderten Betrug anzunehmen ist sehr weit geschossen ohne die Vertragsbedingungen zu kennen. Und wenn nichts festgelegt ist, wer vebietet, Seiten zu öffnen? keiner. Und wer im Internet surft, muss damit leben, das Seiten geöffnet werden. Und was die Leute angeht, die Werbung irgendwo buchen (so ganz hab ich das eh nicht kapiert), die müssen schon selbst dafür sorgen, dass sie ihre Werbung das finden, wo sie sie gebucht haben.
Bevor man hier irgendwas annehmen kann, müsste die ganze Sache geprüft werden.
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  #3 (permalink)  
Alt 23.05.2007, 22:57
Unregistriert
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Kann man hier von Betrug reden?

Hallo,

Vertragsbedingungen von welchem Werbenetzwerk. In der FAQ und AGB vom Netzwerk
das diese Werbung heimlich einbaut, steht diesbezüglich nichts, aber es verbietet dieses anderen Personen, die dort die Werbung abbauen.

Aber das andere Netzwerk z.B. verbietet diese Art und Weise.

Zu den Usern die Werbung buchen, kannste gleich sehen wie die Werbung hier links neben den Beitrag. Da ist Google Werbung, wer bucht diese Werbung? User, Firmen etc.

Klick ich da jetzt drauf, öffnet sich in der Regel eine Anwaltseite.

Würde diese Werbung jetzt aber bei den Netzwerk gebucht, das heimlich andere Werbung einbaut, öffnet sich in der selben Seite ( in der selben, es öffnet sich kein neues Fenster oder
so ) Werbung von z.B. Versandhäusern. Und diese wie gesagt, *unsichtbar*

Nur mal angenommen, ich betreibe eine Website und binde auf dieser Werbung von einen
Versandhaus ein das mir 10% Provision vom einkaufswert gibt.

Angenommen ich buche nun Werbung für meine Website, genau bei diesen Netzwerk, dass
ebenso für dasselbe Versandhaus wirbt.

Jetzt kommt ein User und sieht irgendwo meine Werbung für meine Website. Der User betritt
meine Website ( in diesen Moment öffnet sich aber schon in der selben Seite, die Werbung
vom Versandhaus. Die sieht natürlich niemand.

Jetzt aber ist schon das Cookie vom Werbenetzwerk gesetzt. Angenommen, jetzt klickt der
User auf die Werbung auf meine Seite für das Versandhaus und tätigt einen Einkauf.

Dann bekommt das Werbenetzwerk, wo ich Werbung für meine Seite gebucht habe, die
10% Provision, weil sein Cookie als erstes gesetzt wurde.

Und ich habe für diese Werbung bezahlt und er bindet auf kosten anderer seine Werbung ein.

Sorry, dass ich unverständlich schreibe, aber ich weis nicht wie ich es erklären soll.

Gruss xxx
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  #4 (permalink)  
Alt 23.05.2007, 23:37
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2007
Beiträge: 8.489
Standard AW: Kann man hier von Betrug reden?

Ein wenig hab ichs verstanden, wenn auch nicht ganz.

Zitat:
Vertragsbedingungen von welchem Werbenetzwerk. In der FAQ und AGB vom Netzwerk
das diese Werbung heimlich einbaut, steht diesbezüglich nichts, aber es verbietet dieses anderen Personen, die dort die Werbung abbauen.
Wer darauf eingeht, selbst schuld.
Zitat:
Aber das andere Netzwerk z.B. verbietet diese Art und Weise.
Dann muss es sich darum kümmern, dass seine Bedingungen eingehalten werden.

Und was das "Cookie wird als erster gesetzt": Wenn du das nachweisen kannst, kannst du das zivilrechtlich anfechten (Vertragsbruch). Allerdings solltest du das technisch prüfen lassen, da ich persönlich hier einige Zweifel habe (2 parallele Cookies wovon einer zuerst kommt).
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