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Sonstiges zum Onlinerecht Hier kann über alles diskutiert werden, wofür es keine extra Kategorie gibt.

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  #1 (permalink)  
Alt 12.06.2007, 06:37
peter pan
 
Beiträge: n/a
Frage Erfundene Benutzerdaten strafbar?


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Hallo,

hätte mal ne Frage bezüglich erfundener Benutzerdaten und den damit verbundenen Folgen. Hab schon im Internet (und hier im Forum) gesucht aber leider keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden.

Angenommen man möchte einen Dienst im Internet in Anspruch nehmen zB. emails verschicken, Sachen runterladen (zB. Testversionen von Programmen) oder einfach nur nen Beitrag in einem Forum schreiben. Bei vielen Diensten (speziell dem Email Account) muss man sich ja mit Name, Nachname und Adresse etc. registrieren. Deshalb wollte ich mal Fragen was passieren kann wenn man erfundene Daten benutzt, zb.

Peter
Pan
Feenstraße 99
12345 Nimmersland

Kann das strafrechtliche Folgen haben oder wird im schlimmsten Fall der Account gesperrt? In den meisten AGBs wird darauf nicht explizit eingegangen, nur soviel das bestimmte Angaben Pflicht sind.

Es sei noch angemerkt das ich hier von normaler Benutzung spreche also die Sachen nicht für irgendwelchen illegalen Kram verwendet werden. Es geht im Prinzip nur darum das nicht jeder die privaten Daten kennt. Man will ja anonym bleiben .

Da den Firmen Kosten & Aufwand entsteht und es ja mehr oder weniger Betrug / "Dokumentenfälschung" ist würde ich mal darauf tippen das es durchaus mehr als nur eine Sperrung geben kann... ist das gesetzlich geregelt?

Würde mich über eine Antwort eurerseits freuen,

mit freundliche Grüßen

peter pan
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  #2 (permalink)  
Alt 12.06.2007, 10:45
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2007
Beiträge: 8.489
Standard AW: Erfundene Benutzerdaten strafbar?

Eigentlich ist das im StGB festgelegt
Zitat:
§ 263a Computerbetrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Das bedeutet es muss nicht mal ein Schaden entstehen, wie bei Betrug.
Und was die Sperrung angeht, das steht jedem Betreiber frei, und ich glaube, sobald er es bemerkt wird er es wohl machen.
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  #3 (permalink)  
Alt 12.06.2007, 17:37
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.02.2007
Beiträge: 379
Standard AW: Erfundene Benutzerdaten strafbar?

so wie Ich es vor mir liegenhabe,hatte Ich eine Anfrage beim LKA diesbezüglich gemacht.
darauf bekam ich eine Anwort die mir die sprache verschlagen hatte.

Jeder Nutzer im Internet dessen Namen sind real so gut wie nie echt
[COLOR="DarkRed"]Echt müssen diese nur sein in Aktionshäuser als beispiel.[/COLOR]

Nur wenn man verdacht schöpft dass dieser User eine Straftat gem. erwirken will,und dazu seinen Namen verbirgt,macht sich dadurch nicht nur Strafbar sondern auch bekommt eine Anzeige der arglistige Täuschung.

in meiner darstellung fragte ich ob man Anmeldedaten bei .... .de stehts verändern oder im Vorfeld vortäuschen darf.




Zitat:
Zitat von peter pan Beitrag anzeigen
Hallo,

hätte mal ne Frage bezüglich erfundener Benutzerdaten und den damit verbundenen Folgen. Hab schon im Internet (und hier im Forum) gesucht aber leider keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden.

Angenommen man möchte einen Dienst im Internet in Anspruch nehmen zB. emails verschicken, Sachen runterladen (zB. Testversionen von Programmen) oder einfach nur nen Beitrag in einem Forum schreiben. Bei vielen Diensten (speziell dem Email Account) muss man sich ja mit Name, Nachname und Adresse etc. registrieren. Deshalb wollte ich mal Fragen was passieren kann wenn man erfundene Daten benutzt, zb.

Peter
Pan
Feenstraße 99
12345 Nimmersland

Kann das strafrechtliche Folgen haben oder wird im schlimmsten Fall der Account gesperrt? In den meisten AGBs wird darauf nicht explizit eingegangen, nur soviel das bestimmte Angaben Pflicht sind.

Es sei noch angemerkt das ich hier von normaler Benutzung spreche also die Sachen nicht für irgendwelchen illegalen Kram verwendet werden. Es geht im Prinzip nur darum das nicht jeder die privaten Daten kennt. Man will ja anonym bleiben .

Da den Firmen Kosten & Aufwand entsteht und es ja mehr oder weniger Betrug / "Dokumentenfälschung" ist würde ich mal darauf tippen das es durchaus mehr als nur eine Sperrung geben kann... ist das gesetzlich geregelt?

Würde mich über eine Antwort eurerseits freuen,

mit freundliche Grüßen

peter pan
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  #4 (permalink)  
Alt 12.06.2007, 22:08
Unregistriert
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Erfundene Benutzerdaten strafbar?

Zitat:
§ 263a Computerbetrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Hab ich mir doch fast gedacht... hatte das StGB aber leider nicht zur Hand

Zitat:
Echt müssen diese nur sein in Aktionshäuser als beispiel.
In diesem Falle finde ich es natürlich gerechtfertigt richtige Daten einzugeben, gerade bei Auktionshäusern und Onlineshops.

In meinem Fall ging/geht es mehr darum das ich eine Testversion eines Programmes runterladen wollte, bei dessen Anbieter man sich aber zuvor registrieren muss. Da ich aber das Programm evtl nur 1 Std nutze und es danach wieder ins virtuelle Nirvana schicke, will/wollte ich nicht meine "echten" Daten nicht angeben und hab mich in diesem Zusammenhang gefragt ob ich deshalb Ärger kriegen kann.

Fraglich ist (und das geht leider aus dem Text des StGB nicht ganz hervor) ob
Zitat:
das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt
wird. Denn wahrscheinlich landet meine email in nem Verteiler und meine Daten werden gespeichert, mehr aber auch nicht.

Bevor ich mich da aber "in Gefahr" begebe, werde ich in Zukunft wohl eher meine richtigen Daten eingeben bzw. auf den Dienst verzichten oder eine Alternative suchen, auch wenn ich persönlich denke das die Unternehmen jemanden bei Falscheingaben "nicht hinterherjagen", aber wer weiß

In diesem Sinne, danke für eure Antworten

peter pan
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  #5 (permalink)  
Alt 12.06.2007, 22:58
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2007
Beiträge: 8.489
Standard AW: Erfundene Benutzerdaten strafbar?

Zitat:
Denn wahrscheinlich landet meine email in nem Verteiler und meine Daten werden gespeichert, mehr aber auch nicht
Datensätze könen auch ein Vermögenswert darstellen
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Antwort
Tags: , ,



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