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| Anzeige ich habe ein paar allgemeine Fragen, nämlich, welche Rechte Betreiber eine Internetcommunity haben (Foren, Chats...) wenn registrierte Benutzer in der Community angeblich für eine schlechte Stimmung sorgen. Nehmen wir an, eine Hand voll registrierter Benutzer fällt angeblich immer wieder durch negative Stimmungsmache auf. Das wären z.B. - wenig konstruktive Forenbeiträge, daneben häufig Beiträge die nur darauf abzielen Fragesteller lächerlich zu machen - öffentliche Unterhaltungen (überwiegend im Chat), in denen über Moderatoren der Community hergezogen wird - private Chatunterhaltungen und Nachrichten, in dem ein beteiligter User bedroht oder massiv beleidigt wird - allgemeine Stimmungsmache gegen die Betreiber der Community, durch rufschädigende Äußerungen, Verleumdung Es gab in diesem Fall Beschwerden, die teilweise inkl. Beweisen (wie z.B. Kopien privater Unterhaltungen) den Moderatoren gemeldet wurden. Den angeblich auffälligen Benutzern sind die Regeln der Community und damit das gewünschte Verhalten ausreichend bekannt. Welche Maßnahmen darf der Betreiber einer solchen Community ergreifen? Darf er solche User sofort ausschließen oder müssen Verwarnungen erfolgen? Wie ist das mit dem virtuellen Hausverbot, gab es nicht ein Urteil, das die Rechte von Betreibern diesbezüglich geschwächt hat? Hier war das Stichwort "Willkür" sehr auffällig. Muss ein Betreiber Beweise haben um nicht "willkürlich" gehandelt zu haben? Dürfen Benutzer überhaupt private Unterhaltungen anzeigen, wenn sie sich beleidigt oder bedroht fühlen? Gruß, der Caribi |
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| Also ich würde einfach von meinem virtuellen Hausrecht gebrauch machen. Das heißt den User einfach zu Sperren und es ist Ruhe. Sollte sich der User einen neuen Account zulegen, um die Sperre zu umgehen, könnte der Betreiber entsprechende rechtliche Maßnahmen einleiten. Man muss sich schließlich nicht alles gefallen lassen. Mit der Handhabe, ist es meiner Ansicht wie mit dem echten Hausrecht, man kann es handhaben wie man will. Um jedoch nicht den Verdacht der Willkür aufkommen zu lassen, sollte man eine Sperre nur im Zusammenhang mit den Nutzungsbedingungen/AGB verwenden. Sprich, gibt es einen Verstoß gegen diese, wird gesperrt. Das würde dem Urteil des LG München I (Az. 30 O 11973/05) nahe kommen, das aufgrund einer vertraglichen Grundlage eine Forensperre bejaht hat. Das mit der Willkür wäre in dem Fall auch abgeschwächt. Nur würde ich dabei auf Formulierungen wie "wenig konstruktive Beiträge" verzichten, dass ist sehr subjektiv. Der eine sieht den Beitrag als konstruktiv, der andere nicht. Hier käme man dem Ruf der Willkür meiner Meiung wieder sehr nahe. Das kommt bei Nutzern eher weniger gut an. Ein Lächerlichmachen o.ä., kann man mit "gutem Benehmen" oder einer Nettiquette abdecken. Zitat:
Bei privaten Chats, sollte man meiner Meinung auch eher vorsichtig sein. Die sind schließlich privat. Frage ist hier ja, wie kommt das private, an die Ohren der Betreiber? Das kann das Vertrauen der User verletzen, das möchte man ja auch nicht verlieren.
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| Vielen Dank für diese Antwort, Styx. Natürlich sollte es nur darum gehen, dass die Regeln der Community befolgt werden. Wenn viele Menschen aufeinander treffen, können sich nicht alle "lieben", aber es sollte eben Grenzen geben. Aber der Unterschied zwischen "Kritik" und "Hetzerei" ist sehr groß. Mit wenig konstruktiven Beiträge war gemeint, dass die Mehrzahl der Beiträge einfach nur der Provokation dienen. Wie etwa, dass sich 10 Benutzer darüber unterhalten wie man den Auspuff an einem VW am besten repariert, dann kommt Nutzer X und zieht über ein Avatar eines anderen Nutzers her. Eindeutig nicht "konstruktiv" oder? Meist kommt dann noch User Y und vielleicht noch User Z, die auf X einsteigen und dann ist das Thema für den Fragesteller im Eimer. Kurz: von 10 Beiträgen dieser bestimmten Nutzer sind im Schnitt 7 so wie beschrieben. Chatauszüge (auch aus Privatchats) wurden direkt von Benutzern, die sich beschweren wollten, an die Moderatoren versandt. Also keinerlei Spionage seitens der Moderatoren, das würde sich keiner erlauben. |
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| Zitat:
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| Alles schon durch. Solche Leute nehmen die Löschung von ihren Beiträgen in Kauf und stören sich nicht daran, denn immerhin haben sie geschafft zu provozieren, auch wenns nicht alle lesen. Spam-Ecke ebenfalls vorhanden. Es bleiben Benutzer fern oder verlangen sogar die Löschung ihres Zugangs wegen diesen Leuten. Deshalb: keine Lust mehr. Auch Betreiber von Internetcommunities haben noch ein Reallife und wollen nicht nur vor der Kiste sitzen und Provokateurbeiträge löschen und ahnden |
| Tags: forenhaftung, virtuelles hausrecht |
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