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Strafrecht & Internet Was verboten ist und welche Strafen drohen...

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  #1 (permalink)  
Alt 23.12.2008, 03:00
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 23.12.2008
Beiträge: 1
Standard Betrug bzw. Urkundenfälschung?


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Hallo miteinander,

angenommen man hat sich bei einem Online-Casino unter falschem Namen registriert und auf dieses Casino-Konto von einem - ebenfalls auf falschen Namen laufenden - Moneybookers-Konto Geld transferiert. Anschließend lässt man sich das Geld vom Casino wieder auf das besagte Moneybookers-Konto auszahlen, um es später an ein anderes Moneybookers-Konto (diesmal auf richtigen Namen registriert) weiterzuschieben, von wo man das Geld dann abheben kann.

So nun meine Fragen:

1. Ist es ansich schon Betrug, sich im Internet mit falschem Namen auszugeben? (Meines Wissens nach sollte dies kein Problem sein, da keine betrügerischen Absichten vorliegen und zumal elektronisch übertragene Daten sowieso nicht wirklich rechtlich aussagekräftig sind.)
2. Moneybookers (wie auch andere Online-Bezahl-Services) frieren teilweise Konten ein und geben diese erst wieder frei, nachdem man z.B. eine eingescannte Ausweiskopie hochlädt, bzw. per Email zur Verfügung stellt. Heutzutage ist es kein Problem solche Kopien am Pc zu erstellen bzw. zu frisieren. Begeht man eine Straftat wenn man eine so erstellte/veränderte Kopie benutzt, um sein Konto freizuschalten? (Ebenfalls wieder mit Bezug auf elektronisch übertragene Daten; Urkundenfälschung liegt meines Wissens nach nur vor, wenn man Urkunden erstellt bzw. verändert, nicht aber wenn man Kopien verändert und eindeutig kennzeichnet, dass es sich lediglich um Kopien handelt.)

Hoffe die Fragen können mir mehr oder weniger kompetent beantwortet werden, würde mich freuen

Liebe Grüße
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  #2 (permalink)  
Alt 23.12.2008, 11:01
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2007
Beiträge: 8.489
Standard AW: Betrug bzw. Urkundenfälschung?

Dazu muss man nur das Gesetz zitieren, schon fallen alle Vermutungen wie ein Kartenhaus zusammen
Zitat:
StGB § 263a Computerbetrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Wenn das dann keine Straftat ist, weiß ich auch nicht

Allerdings vermute ich, dass bei keinem der genannten ausschließlich deutsches Recht gilt - unmd Strafrecht ist n-ational unterschiedlich. Somit könnten durchaus andere (auch härtere) Strafen drohen
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[SIZE="1"]Meine Beiträge sind immer (auch wenn es nicht ausdrücklich dabei steht) meine persönliche Meinung und müssen (und werden) nicht immer mit der aktuellen Rechtssprechung oder der Lehrmeinung im Jurastudium / anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen übereinstimmen. Sie sind lediglich meine Auslegung von mir bekannten Gesetzen und Urteilen.[/SIZE]
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  #3 (permalink)  
Alt 07.01.2009, 15:53
Moderator
 
Registriert seit: 26.07.2007
Beiträge: 1.351
Standard AW: Betrug bzw. Urkundenfälschung?

Wo liegt denn der "rechtswidrigen Vermögensvorteil"? Gibt es da nicht auch noch ein anderen §, nach dem man nicht frei erfundene Daten angeben darf?
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  #4 (permalink)  
Alt 07.01.2009, 16:19
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2007
Beiträge: 8.489
Standard AW: Betrug bzw. Urkundenfälschung?

Zitat:
Wo liegt denn der "rechtswidrigen Vermögensvorteil"?
Da:
Zitat:
Anschließend lässt man sich das Geld vom Casino ...
Denn das Geld steht einem "anderen" zu. Der kann man ja kaum sein, man heißt ja anders Unbd das ist auch die Schädigung des Vermögens.

Da gleiche auch bei Veränderung der Ausweiskopie, denn auch Banken arbeiten mit Vermögen.

Zitat:
Gibt es da nicht auch noch ein anderen §, nach dem man nicht frei erfundene Daten angeben darf?
In der Regel in den Nutzungsbedingungen/AGB, gegen die man dann auch verstößt.
__________________
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