Ein Busfahrer aus dem polnischen Slupsk wollte unbedingt bei einen SMS-Wettbewerb den Hauptgewinn von 100.000 Zloty gewinnen. Dieser Wille entwickelte sich allerdings zur Sucht und hat dazu geführt, dass der Busfahrer pro Tag ca. 1200 SMS an den Glückspielanbieter geschickt hat. Mit dem erhofften Preisgeld wollte er sich einen Zweitwagen zulegen.
Die stolze Leistung führte allerdings nicht zum Erfolg. Problematisch war insbesondere, dass er nicht sein privates Telefon sondern sein Dienst-Handy für die Teilnahme genutzt hat. Innerhalb eines Monats wurden von diesem ca. 38.000 SMS geschickt, was zu einer Handy-Rechnung für seinen Arbeitgeber in Höhe von ca. 94.000 Zloty, umgerechnet 25.000 Euro, geführt hat. Diese Rechnung muss er nun bezahlen. Das Busunternehmen in Slupsk hat ihm zudem gekündigt.
Bis zur Begleichung der Rechnung wurde nun zunächst das Vermögen der Familie als Sicherheit genommen. Das Busunternehmen ist nun dabei ein Modell zu finden, wie der Busfahrer das Geld zurückzahlen kann. Ein ursprünglicher Plan, ihm jeweils 500 Sloty von der Rente abzuziehen, wurde verworfen, da die Rückzahlungen ansonsten eine Laufzeit von 15 Jahren gehabt hätte und die Ausschüttung der Rente gleichzeitig das Existenzminimum unterschreiten würde.
Fazit:
Am Beispiel des Busfahrer zeigt sich wie schnell SMS-Gewinnspiele oder auch Online-Wettbewerbe zur Sucht führen können. Im Fall hatte der Busfahrer für 94.000 Sloty SMS verschickt um einen Gewinn von 100.000 Euro, den er nicht einmal erhalten hat, da ein weiterer SMS-Versender geringfügig mehr SMS verschickt hatte. Die Gewinnspanne hätte sich im Erfolgsfall gerade einmal auf 6.000 Sloty belaufen.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung: Online-Spiele und Online-Wettbewerbe: Rechtsanwalt Sören Siebert
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