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Kurz bevor das Social-Network Googles offiziell gestartet wird, deklariert Eric Schmidt, dass Google+ als „Identitätsdienst“ konzipiert wurde, weshalb der echte Name Pflicht sei. Ansonsten solle sich eben nicht angemeldet werden.
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Laut Spiegel Online wurde Schmidt bei einer Konferenz in Edinburgh gefragt, weshalb ein Klarnamenszwang bei Google+ besteht. Schmidt gab dazu an, dass es sich bei diesem Social-Network um einen Identitätsdienst handle und der echte Name deshalb vollständig angegeben werden müsse, da zukünftig spätere Produkte darauf aufbauen könnten.
Wer sich bislang mit einem Pseudonym, das unter Umständen sogar bekannt ist, anmeldete, fand sein Profil blockiert wieder. Wer gegen diese Vorgabe zur Registrierung Einwände hege, solle Google+ schlicht nicht nutzen, denn, so Schmidt: „Niemand zwingt Sie, Google+ zu nutzen“.
Mit dieser Ansicht, dass nur der volle Name im Internet genutzt werden solle, steht Schmidt nicht allein da. Schließlich fordert auch Facebook seine Nutzer auf, den tatsächlichen Namen und keine Pseudonyme zu verwenden. Diese Stellung des größten Google+-Konkurrenten verdeutlichte Randi Zuckerberg, bevor sie Facebook verließ, mit den Worten: „Anonymität im Internet muss verschwinden“.
Erst vor wenigen Wochen forderte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), dass Anonymität im Internet bekämpft werden müsse, möglicherweise sogar per Gesetz.
Als Grund für ein Ende der Anonymität im Internet wird meist angegeben, dass zu viele Bedrohungen vom Internet ausgehen und die Täter durch die Anonymität nicht gezielt ermittelt werden könnten. Wieviel Gefahr von Google+-Nutzern jedoch tatsächlich ausgeht, bleibt fraglich.
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