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Die großen Internet-Konzerne wie Google, Facebook, Wikipedia und andere wollen gemeinsam gegen die geplanten US-Gesetzesänderungen SOPA (Stop Online Piracy Act) und Protect IP protestieren. Als Druckmittel auf die US-Politiker käme sogar eine öffentlichkeitswirksame Downtime in Betracht.
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Die meisten Menschen können sich kaum noch eine Welt ohne soziale Netzwerke, Suchmaschinen, Wikipedia, eBay, Amazon, PayPal und Co vorstellen. Gerade deswegen wäre eine vorübergehende Abschaltung dieser riesigen Konzerne das größte Druckmittel gegen die geplanten Gesetzesänderungen, besonders in Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen in den USA, die am 6. November stattfinden.
SOPA ist das Kürzel für Stop Online Piracy Act und der Name des umstrittenen Gesetzesentwurfs gegen den die Internet-Konzerne protestieren. Mit diesem Gesetz soll künftig die Musik- und Medienindustrie die Verbreitung ihrer urheberrechtlich geschützten Inhalte verhindern können. Bereits 2008 gab es dazu Gesetzesentwürfe aus dem Protect IP Act, die jetzt als Basis für SOPA dienten.
Gegner kritisieren SOPA als Internet-Zensur, Befürworter sehen darin die einzige Chance, die Arbeitsplätze aus der betroffenen Industrie zu sichern. Für Dienstleister und Provider würde der Entwurf bedeuten, dass sie ihren Service nicht mehr zur Verfügung stellen dürfen, wenn über diese direkt oder indirekt Urheberrechtsverletzungen begangen werden könnten. Facebook würde sich demnach beispielsweise schuldig machen, wenn Videos mit urheberechtlich geschützten Musiktiteln auf ihren Servern zur Verfügung stehen. Nach SOPA müsste Facebook gewährleisten, dass über ihren Servern keine Urheberrechtsverletzungen begangen werden können.
Laut Branchenberichten führen die großen Internet-Riesen hinter den Kulissen Gespräche und planen gemeinsame Maßnahmen gegen das geplante Gesetz. Wann es zu einer Downtime kommen könne, ist bislang nicht bekannt.
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