Das Thema Datenschutz und Datenweitergabe ist momentan ein großes Thema der öffentlichen Diskussion. Nun hat sich der Chefredakteur der Zeitschrift"iX" selbst angezeigt. Nicht etwa, um in einer tiefen Überzeugung einen Verstoß gegen §202c StGB, also das Ausspähen und Abfangen von Daten, zuzugeben, sondern um „Rechtssicherheit“ zu schaffen.
Was war passiert?
Die IT-Zeitschrift „iX“ hatte im Oktober ihrem Magazin eine DVD beigefügt, auf der sich zahlreiche Tools zum Finden von Schwachstellen im IT-Netzwerk befanden. Hierbei ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass die Tools nicht wie eigentlich vorgesehen im eigenen Netzwerk für Sicherheit sorgen, sondern vielmehr von Hackern eingesetzt werden, um Schwachstellen in anderen Netzwerken herauszufinden.
Zur Frage, wie das Verbreiten solcher Tools juristisch einzuordnen ist, besteht enorme Rechtsunsicherheit, sodass der iX-Chefredakteur Jürgen Seeger im Interesse von Sicherheitsexperten und Zeitschriften die Angelegenheit im Rahmen einer Selbstanzeige juristisch beleuchten möchte.
Fazit:
Man darf gespannt sein auf den weiteren Verlauf der Selbstanzeige vom „iX-Chefredakteur“ – und wenn er für schuldig befunden werden sollte, gibt es ja immer noch einen Lichtblick: Die Selbstanzeige dürfte sich strafmildernd auswirken.
Autor: Florian Skupin
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