Zur Zeit findet der 10. IT-Sicherheitskongress in Bad Godesberg statt. Am heutigen Tage veröffentlicht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) seinen aktuellen Bericht zur Gefahrenlage. Zu Beginn des Kongresses sind nun erste Details des Berichts bekannt geworden.
Im Bericht heißt es dazu, dass die Bedrohungen für die Informationstechnik sowohl für private Anwender als auch für Unternehmen und Behörden unverändert hoch sei. Jedoch wird positiv angemerkt, dass sich das Bewusstsein der Nutzer für die Risiken deutlich verbessert habe. Dies zeige sich insbesondere an der zunehmenden Verbreitung von Virenscannern und Firewalls. 90 Prozent der privaten Computer seien inzwischen mit Virenscannern ausgestattet. Dies sei eine deutliche Steigerung in den letzten zwei Jahren. Insbesondere die Tatsache, dass viele Nutzer bereits selbst Erfahrungen mit "Online-Bedrohungen" gemacht hätten, habe zu dieser Stärkung des Bewusstseins geführt. Nach dem Bericht hat nur jeder fünfte noch keine Erfahrungen mit Viren, Würmern oder Spam gemacht.
Allerdings wird den Unternehmen ein mangelhaftes Zeugnis in punkto IT-Sicherheit ausgestellt. Verglichen mit dem letzten IT-Sicherheitsbericht von vor zwei Jahren haben die Unternehmen ihre Investitionen in Sicherheitstechnologien und Schulungen der Mitarbeiter deutlich zurück geschraubt. Der Bericht konstatiert, dass viele Manager die Gefahren für ihre Unternehmen falsch einschätzten. Beispielsweise hätten nur 20 Prozent der deutschen Unternehmen überhaupt IT-Sicherheitsrichtlinien. Größte Gefahr sind dabei nach wie vor die eigenen Mitarbeiter, die durch Unkenntnis oder Nachlässigkeiten Sicherheitsprobleme verursachen. Erst danach kommen so genannte Trojaner oder Programmierfehler in der firmeneigenen Software.
Angreifer die mit Schadsoftware versuchen Passwörter oder Informationen beispielsweise über Patente oder geplante Entwicklungen zu erhalten, säßen hauptsächlich in China. Jedoch finden sich die Urheber so genannter Bot-Netze ( Nutzung von mehreren gekaperten privaten Computern) vielfach in den USA und Deutschland.
Fazit:
durch die zunehmende Digitalisierung sensibler Unterlagen und Daten in Unternehmen und Behörden steigt die Gefahr von Online-Angriffen zunehmend. die Verantwortlichen sind dringend aufgefordert geltende Sicherheitsstandards einzuhalten. Private Nutzer sollten sich an das Ein-mal-eins des sicheren Umgangs mit ihrem PC halten. Neben der Verwendung von aktualisierten Virenscannern und Firewalls empfiehlt sich insbesondere auch der bewusste Umgang mit sensiblen Daten und die Verschlüsselung von eMails.
Autor: Philipp Otto
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