Medienberichten zufolge ist es bei der Telekom zu einer erneuten Datenpanne gekommen. Es sollen hunderttausende vertrauliche Daten der Telekom-Kunden entwendet und manipuliert worden sein. Diese Daten sind nach Informationen des Magazins „Stern“ ins Ausland gelangt, wo sie von deutschsprachigen Call-Center-Mitarbeitern zur Akquise genutzt wurden. Es wurden Millionen von Datensätzen sichergestellt, die meisten davon sollen Kunden der Telekom betreffen.
Viele der Daten enthielten vertrauliche Informationen, wie Geburtsdaten und Bankverbindungen. Wie ein Telekom-Sprecher mitteilte, wird bereits seit Februar gegen eine Reihe von Vertriebspartnern juristisch vorgegangen. Vier Vertriebspartner hätten ohne Erlaubnis Call-Center mit der Kundenanwerbung beauftragt und damit erhöhte Provisionen erhalten. Daher fordert die Telekom nun von ihnen rund 1,5 Mio. € Provisionen und Vertragsstrafen. Zudem wurde gegen mehrerer Vertriebspartnern Strafanzeige wegen unseriöser Methoden erstattet. Wie die Staatsanwaltschaft Bonn berichtete, wurden bereits im Juli 2009 28 Objekte durchsucht und umfangreiche Beweismaterialien sichergestellt.
Fazit:
Bereits im vergangenen Jahr wurde mehrfache über Fälle von Datenklau bei der Telekom berichtet. Daraufhin wollte das Unternehmen mit schärferen Kontrollen und neuen Sicherheitsstandards reagieren, um so das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Wie ein Telekom-Sprecher berichtet, habe der Konzern die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verbessert, aber im Moment versuchen einzelne Anbieter diese Daten zu nutzen um verschiedene Verträge abzuschließen.
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