Das Thema Datenschutz wurde dieses Jahr schon auf vielfältigste Art und Weise in den Medien behandelt –Verstöße bei der Telekom, Datenlecks bei studiVZ, unzulässige Überwachung von Mitarbeitern… . Nun schließt sich offenbar die nächste große Internet-Community dieser Kette an.
Die Rede ist von der Kinder-Community haefft.de. Nach einem Bericht des Chaos Computer Club waren tausende von privaten und teilweise intimen Daten von Kindern auf der Internetseite offen für jedermann zugänglich. Auf haefft.de können ähnlich wie auf studiVZ oder facebook Fotos, Hobbies, Adressen und ähnliches unter Kindern ausgetauscht werden.
Von der Zugriffsmöglichkeit ohne Passwort sollen selbst die Administratorenkonten betroffen gewesen sein. Die Community haefft.de wurde vorerst vom Netz genommen. Hierzu heißt es auf der Startseite: „Ein engagierter Netz-Bürger hat uns über mögliche Sicherheitsprobleme bei Haefft.de informiert, die es notwendig machen, die Seite vorerst vom Netz zu nehmen. Wir überprüfen diesen Hinweis und arbeiten rund um die Uhr, um Haefft.de wieder an den Start zu bringen.“ Einem Haefft.de-Sprecher zufolge sei aber bislang kein Missbrauch von Nutzerdaten bekannt geworden.
Fazit:
Man darf sich wirklich die Frage stellen, warum große Netzwerke in der Vergangenheit so nachlässig mit dem Thema Datenschutz umgegangen sind und damit bei Bekanntwerden von Datenlecks ihren ansonsten guten Ruf aufs Spiel setzen. Es kann daher jedem Betreiber einer Community nur empfohlen werden, im Zweifelsfall mit einem Internet-affinen Datenschutzbeauftragten zusammen zu arbeiten, um solche Berichterstattung über die eigenen Community zu vermeiden.
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