Immer wieder äußern sich kritische Stimmen zum Datenschutz in Social-Networks wie StudiVZ oder Facebook. So wurde beispielsweise in der Vergangenheit gegen den Umgang mit den Nutzerdaten bei StudiVZ Kritik geäußert. Nachdem die VZ-Gruppe eine Abmahnung vom Bundesverband der Verbraucherzentralen erhielt, hat sie ihre Geschäftsbedingungen überarbeitet. Die Verbraucherschützer haben aber auch einige Konkurrenten von StudiVZ wegen Datenschutzmängeln ins Visier. Hierzu gehören Facebook, Xing und Lokalisten.
Um nicht noch einmal in die negativen Schlagzeilen zu geraten, hat sich die VZ-Gruppe einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Daraufhin erhielten sie ein Siegel des TÜV Süd. Nach Äußerungen von TÜV Süd seien die VZ-Netzwerke die ersten sozialen Netzwerke, die sie auf Datensicherheit und Software-Funktionalität überprüft haben. Die VZ-Plattformen erfüllten die Anforderungen des TÜV Süd sowie die gesetzlichen Auflagen.
Geprüft wurden die Qualität der Anwendungssoftware in Hinblick auf Datenschutz, Datensicherheit und Funktionalität. Bei der Prüfung der Qualität der Software stand die Datensicherheit im Vordergrund. Hierzu zählten der Umgang mit personenbezogenen Daten und deren Sicherheit vor fremdem Zugriff. Zudem wurden der Registrierungsablauf, die Kommunikationsmöglichkeiten und die Nutzerfreundlichkeit bei den Privatsphäre-Einstellungen begutachtet. Die Netzwerke wollen sich nun jährlich den Revisionsprüfungen des TÜV Süd unterziehen.
Fazit
TÜV-Siegel oder ähnlichen Kennzeichen sind für Online-Shops, Netzwerke und andere Websites ein beliebtes Mittel, um Vertrauen zu schaffen. Völlige Datensicherheit kann damit allerdings nicht gewährleistet werden.
Autorin: Christin Plescher
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