Die Situation im Streit zwischen dem Suchmaschinenanbieter Google und dem gesamten Staat China droht zu eskalieren. Google umgeht die mit dem kommunistischen Staat getroffenen Vereinbarungen zur Zensur und stellt seine Dienste ungesperrt zur Verfügung. Nun riskiert der Online-Gigant, dass auf 384 Millionen chinesische Besucher in Zukunft verzichtet werden muss.
Der Streit um die Einschränkung der Suchmaschine weilt schon länger und nimmt in seinem Verlauf immer drastischere Züge an. Nachdem es immer neue Annäherungsversuche gab, steht die chinesische Regierung seit einigen Wochen still und ist zu keinem Einlenken bereit: Sie will ein drastisch zensiertes chinesisches Google.
Alles andere wäre für den kommunistischen Staat auch undenkbar, da dies bedeutet hätte, dass der gesamte Staat eine Lockerung der Internetzensur zum Teil bewilligen würde. Nun wird die chinesische Regierung wahrscheinlich den amerikanischen Suchmaschinenmonopilisten komplett zensieren. Damit tritt Google in die Fußstapfen von Facebook, Twitter, Youtube und Wikipedia, welche ebenfalls im Reich der Mitte ständig gesperrt sind.
China drohte während den Verhandlungen immer wieder mit der vollständigen Sperrung des Suchdienstes, wenn der Suchmaschinenanbieter nicht die Zensurvorlagen umsetzen würde.
Der Internet-Gigant war jedoch von Anfang an davon überzeugt, die Zensur geringer zu halten, als es die Regierung forderte. Nun umgeht Google die Sperrung, indem Besucher der Seite google.cn auf die Hongkong-Hompage umgeleitet werden, welche politisch brisante Themen nicht herausfiltert.
Auf diese Tat reagiert Peking empört und spricht von einer Verletzung der getroffenen Vereinbarungen. Obwohl Google noch vor einem Monat 40 Stellen für Ingenieure und Kaufleute in 3 chinesischen Großstädten ausgeschrieben hatte, riskiert der Suchmaschinen-Riese nun die gesamte Präsenz im chinesischen Internet.
Wenn China den Suchmaschinendienst komplett sperrt, hinterlässt Google nur die Abteilungen zur Forschung und Entwicklung, den Verkauf und viele Arbeitslose.
Fazit: Die US-Regierung und viele IT-Profis sind enttäuscht, dass keine Vereinbarung zwischen China und Google getroffen werden konnte. Die Betreiber der erfolgreichsten Suchmaschine konnten sich diese Handlung auf Grund ihres weltweiten Standes jedoch leisten, da die chinesischen Bewohner den Dienst gern nutzen würden. Jedoch führt die chinesische Regierung erneut einen Kampf um Rechte auf dem Rücken der Bevölkerung aus – ausschließlich zu Gunsten der Regierung.
Google setzt mit dieser drastischen Maßnahme ein Zeichen gegen die weltweite Zensur des Internets und richtet sich somit mehr direkt als indirekt auch gegen 40 weitere Staaten, welche Teile des Internets überwachen und sperren.
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