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Es ist keine Neuigkeit , dass der Suchmaschinenbetreiber Google mit deutschen Datenschützern gewisse Probleme hat. Wie die 'Welt' nun mitteilt wird ausgehend vom Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix eine Einigung im Bereich der Problematik 'Google Analytics' angestrebt.
Das Tool Google Analytics ermöglicht es Betreibern von Webseiten bei Gebrauch Informationen über das Verhalten des Website-Besuchers in Erfahrung zu bringen. Dabei werden unter anderem das genutzte Betriebssystem, der Browser und die Herkunft des Besuchers, sowie dessen Dauer des Besuchs und die Klickhäufigkeit ermittelt. Anhand dieser Daten können Webmaster so ihre Webpräsenz optimieren und auf die Zielgruppe ausrichten.
Der bittere Beigeschmack des Tools ist jedoch, dass die Daten nicht nur dem Betreiber der Website, sondern auch zum Google-Hauptquartier in die USA gesendet werden. Genau ab diesem Punkt handelt der Internet-Monopolist laut Dix illegal, da die Besucher der Website zum einen nicht wissen können, dass bestimmte Daten er- und übermittelt werden und zum anderen deshalb auch keine Widerspruchsmöglichkeit besitzen. Betreiber von Websites, welche das Tool nutzen, seien jedoch selbst dafür verantwortlich ein Widerrufsrecht einzuräumen.
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Dix Forderung, welche bis März 2011 mit dem Online-Giganten besprochen wird, ist, dass IP-Adressen verschlüsselt werden sollen, sodass Google keine Nutzerprofile erstellen kann, die wie es zur Zeit der Fall ist für u.a. Google Adwords verwendet werden.
Diese Meldung bekommt eine besonders aktuelle Relevanz durch einen ebenfalls kürzlich und ebenfalls bei der 'Welt' veröffentlichten Artikel, dass ca. 98% aller Jugendlichen (10 - 18 Jahre) das Internet als selbstverständlich betrachten und es demgemäß häufig und regelmäßig verwenden. Neben Daten und Informationen zum Verwendungszweck des WWW gibt der Artikel auch darüber Aufklärung, dass drei Viertel aller Jugendlichen mehr Sicherheit und damit auch Transparenz im Internet fordern.
An dieser Stelle wird die Bedeutung des Analyse-Tools Analytics klar. Wenn ein Großteil der Internet-Nutzer nicht weiß, wann, wo und welche Daten beim Surfen ermittelt und für andere Zwecke genutzt werden, wie sollen sie dann sicher surfen? Heike Troue, Geschäftsführerin des Vereins 'Deutschland sicher im Netz', fordert laut der 'Welt', dass Kinder und Jugendliche lernen müssen "ihre Daten im Internet zu schützen." Die Daten, welche über das Google-Tool erhoben werden, können jedoch bislang nicht geschützt werden.
Fazit
Die Kritik am Vorgehen des Suchmaschinenbetreibers mag abgedroschen klingen, ist jedoch in Anbetracht der Nutzervielfalt gerade unter jungen deutschen Bürgern durchaus angebracht. Zu hoffen ist, dass möglichst schnell eine Einigung gefunden wird. Google wandelt mit seinen Methoden und Programmen jedoch wahrscheinlich weiterhin an der Grenze des Legalen, selbst wenn dieses Problem beseitigt werden sollte.
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Sören Siebert auf Google+