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Der US-amerikanische Software-Konzern Microsoft hat seinen Panorama-Karten-Dienst Streetside in Deutschland überraschenderweise deaktiviert. Der Stopp wurde, nachdem Unstimmigkeiten beim Vorgehen von Verpixelungsanfragen aufkamen, direkt aus Redmond veranlasst.
Bei Microsofts Streetside handelt es sich um ein Pendant zu Googles Stretview. Beide Dienste bieten im Zusammenspiel mit den Kartendiensten (bei Microsoft Bing) der beiden Unternehmen die Möglichkeit, Städte und Landschaften in 3D-Perspektive zu betrachten. Während die Dienste in anderen Ländern bereits flächendeckend genutzt werden können, sind sie in Deutschland wegen Datenschutzrechtlichen Problemen nur für einige Städte verfügbar.
Google Streetview sorgte bei seiner Einführung in Deutschland für viel Aufsehen und der Internet-Gigant räumte in Folge dessen die Möglichkeit ein, dass Bürger, die Bedenken haben, ihr Haus und Grundstück verpixeln lassen können. Nachdem die Frist für Verpixelungsanfragen abgelaufen war, wurde der Dienst in einigen Städten angeboten.
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Mit einem ähnlichen Verfahren wollte Microsoft seinen eigenen Panorama-Dienst ebenso in Deutschland anbieten. Dabei kam es im Vorfeld schon zu Unstimmigkeiten, da der zwischen Politik und Industrie geschlossene Geodatenkodex keine Vorab-Widerspruchsmöglichkeit vorsieht, Datenschützer diese jedoch forderten. Inzwischen sind 81000 Anfragen eingegangen, deren Umsetzung den Konzern einiges kosten würde. Als nun zusätzlich von einigen Usern Beschwerden zum Verpixelungsverfahren kamen, sah sich der Konzern kurzfristig gezwungen, den Dienst in Deutschland vorerst zu stoppen.
Fazit
Es ist unklar, wie das weitere Vorgehen Microsofts aussehen wird. Möglicherweise beschäftigen sich die Verantwortlichen eingehender mit den Beschwerden. In jedem Fall sind die Aufnahmen von den deutschen Städten noch vorhanden, da der Dienst in anderen Ländern für die betroffenen Städte weiterhin verfügbar ist.
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Sören Siebert auf Google+