Der Chat- und Internet-Telefonie-Anbieter Skype Technologies , ein Tochterunternehmen des Online-Auktionshauses eBay, arbeitet auf dem chinesischen Markt mit dem Unternehmen TOM Online zusammen. Nun ist bekannt geworden, dass durch diese Zusammenarbeit massive Verstöße gegen die Privatsphäre und sogar Zensur gefördert wurden.
Mit Hilfe der Voice-over-IP-Software (VoIP) wird in China nicht nur der komplette darüber abgewickelte Datenverkehr überwacht, sondern es werden auch Chat-Nachrichten, die Wörter wie "Tibet", "Demokratie" oder auch "Kommunistische Partei" enthalten herausgefiltert. Neben der Zensur dieser Skype-Nachrichten werden dabei auch eine Unmenge von persönlichen Daten der Absender registriert.
Nicht nur inner-chinesische Kommunikation, sondern auch Nachrichten aus dem Ausland, die mit chinesischen Skype-Nutzern ausgetauscht werden und die bestimmten Begriffe enthalten werden herausgefiltert und geblockt. Skype selbst, wusste nach eigenen Angaben bislang nichts über die Zensur der Chat-Mitteilungen. Erst durch die nun veröffentlichten Erkenntnisse der kanadischen Forscher des "Citizen Lab" aus Toronto, habe man davon erfahren.
Fazit:
Bislang galt die Nutzung von Skype-Software aufgrund der eingesetzten Verschlüsselung als sehr sicher. Doch gerade das Beispiel China zeigt, dass die Zensur immer einen Weg findet. Dies ist besonders bedauerlich, da die Nutzer bislang zumeist nicht davon ausgegangen sind auch über Skype überwacht zu werden.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung Datenschutz: Rechtsanwalt Sören Siebert
Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.
Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.
Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.