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Die Internetverwaltungsstelle „ICANN“ hat in der letzten Woche eine Liste der Bewerbungen für neue Top-Level-Domains (TLDs) veröffentlicht. Circa 2000 Anträge für neue Domain-Endungen sind durch Unternehmen wie Amazon, BMW, SAP sowie Städte und Organisationen eingereicht worden. Zu den beliebtesten Wunschdomains gehören u.a. „.app“, „.music“ und „.vip“.
Seit Beginn des Jahres hatten Unternehmen, Organisationen und Städte die Möglichkeit individuelle sog. „Top-Level-Domains“(TLDs) , also Domain-Endungen, bei der „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ (ICANN), die u. a. über die Einrichtung von TLDs entscheidet, zu beantragen. Außer den bekannten Länderkürzeln, wie beispielsweise „de“ oder „fr“, gibt es über zwanzig sog. generische Top Level Domains (gTLD), wie „info“ oder „com“. Zukünftig sollen weitere Domain-Endungen hinzukommen. Neben Domain-Endungen mit Unternehmenshintergrund, so etwa „acer“ , „amazon“ oder „youtube“, sind Domains aus der Medienbranche beliebt. Hierzu gehören beispielsweise „app“, „blog“ „book“ sowie „mail“ und „movie“. Ganze 101 Bewerbungen kommen vom Internetgiganten Google, darunter für die Domains „youtube“, „.docs“ und „.lol“. Zahlreiche Unternehmen konkurrieren in mehreren Fällen miteinander. Die Internet riesen Amazon und Google wollen sich die Domain-Endungen „app“ sowie “talk“ sichern. In einigen Fällen dürfte es spannend werden, wer letztlich die begehrten Domain-Endungen bekommt. Soweit es mehrere Bewerber auf eine Wunschdomain gibt, sollen sich diese untereinander verständigen; ist eine Einigung nicht möglich, so wird die ICANN die Domains unter den Bewerbern versteigern. Darüber hinaus haben allgemeingültige Domain-Endungen wie „buy“ „gmbh“ oder „shop“ großen Anklang gefunden.
Ganze 70 Anfragen kamen von deutschen Bewerbern, die sich neue Domain-Endungen sichern wollen. Eine Neuheit stellen die sog. „geographic TLDs“ dar, die von sieben Bundesländern, Regionen und Städten aus Deutschland bereits beantragt wurden. Darunter waren zahlreiche TLDs für Städte wie „hamburg“, „.berlin“ sowie „.köln“. Aber auch Großunternehmen haben individuelle Domain-Endungen angefragt, so etwa die Deutsche Post und BMW. Deutsche Antragsteller dürften größere Chancen haben als Bewerber, die an englischsprachigen TLDs interessiert sind, denn die Mehrheit der aus Deutschland beantragten Wunschdomains ist konkurrenzlos. So gibt es für die Endungen „deutschepost“ und „allfinanzberatung“ lediglich einen Bewerber.
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Bei der aktuell veröffentlichten Liste der Wunschdomains handelt es lediglich um einen Bewerbungsstatus, sodass die ICANN diese in einem mehrstufigen Verfahren eingehend prüfen muss und es zweifelhaft ist, ob es zur tatsächlichen Registrierung dieser Domain-Endungen kommt. Ab November dieses Jahres sollen aber erfolgreiche Bewerbungen durch die ICANN bekannt gegeben werden. Die ersten neuen Domain-Endungen sollen voraussichtlich Anfang 2013 eingetragen werden. Darüber hinaus dürfen Domains zukünftig auch aus arabischen und chinesischen Schriftzeichen bestehen. Nutzer dürften gespannt sein, welche neuartigen Domainadressen ab 2013 erreichbar sein werden.
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Sören Siebert auf Google+