Das Online-Kaufhaus eBay senkt relativ überraschend seine Prognosen hinsichtlich Umsatz und Gewinn. Möglicherweise wird es sogar sinkende Einnahmen im letzten Quartal 2008 und damit dem sehr wichtigen Weihnachtsgeschäft geben. Der Konzern begründet den erwarteten Einbruch mit Wachstumsproblemen und einer teilweisen Neuausrichtung der Plattform.
eBay-Konzernchef Donahoe ließ zudem verlauten, dass die schlechten Nachrichten und Turbulenzen alle Geschäftsbereiche beträfen. Nach dieser Meldung stürzte der Aktienkurs des Unternehmens nachbörslich ab. Experten sehen die Gewinnwarnung nicht nur als Zeichen für eine beginnende Rezession in den USA, sondern machen als Ursache auch mehr Konkurrenz durch andere Internet-Auktionshäuser aus.
Bereits in der vergangenen Woche hatte eBay angekündigt, weltweit etwa zehn Prozent aller Stellen zu kürzen. Zwei Übernahmen im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar belasten das Konzernergebnis zudem.
Fazit:
Ist das der Anfang vom Ende eines der erfolgreichsten kommerziellen Web-Projekte? Wohl kaum. Allerdings zeigt sich, dass ein Ende des unbegrenzten Wachstums von eBay insbesondere bei den Auktionen und Verkäufen durch die Nutzer erreicht sein könnte. Die Verkaufszahlen sanken erstmals leicht. In letzter Zeit hat eBay deswegen verstärkt auf feste kommerzielle Verkäufer gesetzt.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung eCommerce: Rechtsanwalt Sören Siebert
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