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USK plant Ausweitung der Alterskennzeichnung auf Onlinespiele

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Die für die Altersfreigabe von Computerspielen verantwortliche Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) plant eine Ausweitung der Freigabeprüfungen auf Onlinespiele. Das teilte USK-Geschäftsführer Olaf Wolters am vergangenen Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Alterskennzeichen für Computerspiele mit.

So gebe es laut Wolters bereits konkrete Planungen dies im Rahmen der anstehenden Reform des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) umzusetzen. Doch bis es zu ersten Prüfungen von Browserspielen komme, könnten aber noch „gut zwei Jahre“ vergehen glaubt der USK-Geschäftsführer. Obwohl die Ausweitung bereits „in der Mache“ sei, streitet man wie so oft um die Kompetenzen.

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Grund dafür sind die bisher geteilten Zuständigkeiten zwischen USK und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Arbeitet die USK bisher auf Grundlage des Jugendschutzgesetzes, ist die von Bund und Ländern beaufsichtigte KJM für die Einhaltung des JMStV in den Online-Medien verantwortlich. Browserspiele durchtrennen die bisher gezogene Linie zwischen Online-Medien und Ladenverkauf. Die USK dürfte nur ungern die Prüfungshoheit für Computerspiele an die KJM abgeben oder teilen wollen und sieht sich deshalb für alle Arten von Computerspielen zuständig, unabhängig von der Plattform.

Positive Stimmen gab es aus der Politik. SPD-Medienpolitikerin Monika Griefahn begrüßte die Ausweitung, denn gerade die „besondere Suchtgefährdung“ von Onlinespielen mache ihrer Ansicht eine unabhängige Kontrolle besonders wichtig. Inwieweit man aber darauf mittels Kennzeichnung hinweisen könne bedürfe jedoch "zusätzlicher Forschung". Auch betonte die Politikerin, dass eine Alterskennzeichnung von Online-Spielen praktikabel sein müsse.

Fazit:

Grundlegend ist eine einheitliche Kennzeichnung über die Altersfreigabe auch bei Onlinespielen sicherlich nicht verkehrt. Problematisch dürften hingegen eindeutige Prüfkriterien sein. Zwar ist es nichts neues das Spiele wie World of Warcraft gewiss ein Suchtpotential besitzen, dennoch bleiben objektive Prüfkriterien fraglich, kann auch ein weitaus simpleres Spiel süchtig machen. Das „ob“ liegt deshalb wohl auch beim Spieler selbst und nicht nur im Spielkonzept.

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