Viele Webseiten-Betreiber nutzen die Möglichkeit durch die Schaltung von Google-Werbung ihre Einnahmen zu erhöhen. Die eingeblendete Werbung funktioniert nach dem Prinzip „Pay-per-Klick“. Dabei bezahlt der Kunde für die über Google geschalteten Anzeigen umso mehr, je häufiger die verlinkte Werbung angeklickt wird. Betreiber von Webseiten erhalten je nach Anzahl der Klicks auf die eingeblendete Anzeigen ihre Werbe-Einnahmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieses System jedoch auch stark anfällig für Missbrauch ist.
So versuchen potentielle Konkurrenten der werbenden Unternehmen manuell oder mithilfe von Klick-Robotern die Anzahl der Klicks zu erhöhen, damit das Konkurrenz-Unternehmen mehr bezahlen muss, gleichzeitig aber keinen höheren Ertrag durch potentielle Kunden hat. Betreiber von Webseiten können durch die künstliche Steigerung der Klick-Anzahl ebenfalls ihre Provisionen erhöhen. Dieses Vorgehen nennt man Klickbetrug. Es gibt insbesondere in den USA Unternehmen die gezielt die “Dienstleistung” des Klickbetruges anbieten. Ziel ist entweder das Erschleichen von Werbeeinnahmen oder die Schaffung eines Wettbewerbsvorteils gegenüber Konkurrenten.
Da Google in der Vergangenheit immer wieder kritisiert wurde, zu wenig gegen Klickbetrug unternommen zu haben, gibt es aktuell nun wieder einen Vorschlag um den Schutz der Anzeigenkunden zu verbessern. Ab März 2007 soll es diesen ermöglicht werden, bestimmte IP-Adressen auf eine individuelle Blacklist zu setzen, auf deren Seiten dann keine Werbung des entsprechenden Unternehmens mehr geschaltet werden soll. Zudem will der Suchmaschinen-Marktführer seine Kunden besser über falsche Klicks informieren und ab Sommer 2007 ein Standardverfahren zur Meldung von Klickbetrug einführen. Bereits im August 2006 hatten sich die wichtigsten Anbieter solcher Werbeanzeigen Google, Yahoo und Microsoft auf ein gemeinsames Vorgehen gegen Klickbetrug verständigt. Da es bei der Online-Werbung um Milliardenbeträge geht, waren sich die Konkurrenten schnell einig und gründeten die eine Arbeitsgruppe zur Messung von Klicks. Dabei geht es um das Ausfiltern von betrügerischen oder falschen Klicks um sich mögliche millionenschwere Gerichtsverfahren in Zukunft zu ersparen.
Fazit:
Online-Werbung spielt im Vergleich zu Werbeanzeigen in Print-Angeboten eine immer wichtigere Rolle. Am Beispiel der Google-Werbung zeigt sich die hohe Effizienz solcher Werbung. Nicht nur kommerzielle Angebote sondern jede private Webseite kann auf solche eingeblendeten Werbeanzeigen zurück greifen. Da für Werbende Klickbetrug ein großes Ärgernis darstellt, ist die geplante Maßnahme von Google zu begrüßen. Fraglich bleibt jedoch die tatsächliche Wirksamkeit, da sich Klickbetrug oftmals nur sehr schwer kontrollieren lässt.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung Betrug im Internet: Rechtsanwalt Sören Siebert
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