„Das Internet bedroht die gesamte Musikindustrie“ – diese oder ähnliche Aussagen sind seit Jahren aus den Kreisen der Plattenfirmen zu vernehmen. Fast immer geht es in diesem Zusammenhang um die unautorisierte Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Musikwerken über das Internet.
Allerdings bietet gerade das Internet auch großes Potential für die deutsche Musikindustrie, wie der „Bundesverband Musikindustrie“ im Rahmen einer Bilanz für das Jahr 2009 feststellt. Nach Aussagen des Verbandes wurden im Jahr 2009 31% der Umsätze der Musikindustrie über das Internet erzielt, was einen Anstieg um 4% im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Spitzenreiter des Internetgeschäftes der Musikindustrie ist nach wie vor der Versandhandel von CDs – 21% der gesamten Umsätze wurden so durch die Bestellungen von CDs in Online-Shops erzielt. Auch der Umsatz in den mittlerweile zahlreich vorhandenen Download-Portalen ist gestiegen – um satte 33 Prozent von 6& auf nunmehr 8%. Und auch über den Mobilfunk-Sektor werden mittlerweile erhebliche Umsätze erzielt.
Fazit:
Die Umsatzzahlen zeigen, dass es zahlreiche Verbraucher gibt, die der Verlockung illegaler Download-Angebote widerstehen können, aber dennoch das Internet nutzen, um ihre Lieblingsmusik auf legalem Wege entgeltlich zu erwerben. Es bleibt spannend zu beobachten, ob die Musikindustrie ihr Online-Geschäft weiter ausbauen oder die eigenen Kunden weiterhin mit Massenabmahnungen überzieht.
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