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Am Mittwoch dem 20.07.2011 ging das Projekt Lebensmittelklarheit online. Auf dem Portal können Verbraucher Ihre Beschwerden und Unklarheiten über Produkte und deren Etikettierung zum Ausdruck bringen. Die Industrie und Verbraucherzentralen antworten.
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"Die neue Plattform soll einen fairen und sachlichen Dialog zwischen Verbrauchern und der Lebensmittelwirtschaft ermöglichen“ so Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Für Verbraucher bedeutet dass, das sie sich online über ein Produkt beschweren oder Unklarheiten melden können. Im nächsten Schritt bewertet die Verbraucherzentrale die Kritik, um diese an die Lebensmittelhersteller weiterzuleiten. Anschließend können die Lebensmittelproduzenten dazu Stellung beziehen. Wer glaubt Lebensmittelhersteller öffentlich diffamieren zu können, der irrt. Die Anfragen der Bürger werden nämlich erst nach einer redaktionellen Prüfung freigeschaltet.
Auf dem Portal werden die Kategorien „getäuscht“, „geändert“ und „erlaubt“ benutzt. Dies soll für Aufklärung sorgen, denn vieles was als Täuschung wahrgenommen wird, ist in Deutschland ganz legal. So ist es erlaubt Wiener mit 15 % Kalbsfleischanteil Kalbswiener zu nennen und Bayrischer Leberkäse muss keine Leber enthalten, um seinen Namen zu tagen. Was die Verbraucher ankreiden können, ist die Kennzeichnung der Produkte, das Erscheinungsbild, die Füllmenge, den Preis, Zutaten und die Regionalität des Produktes. Wenn Hersteller auf die Kritik reagieren und ihre Lebensmittel anpassen, so wird dieser in der „geändert“ Kategorie bekannt gegeben.

Wie in einer Forsa Umfrage ermittelt wurde, betrachtet ein Drittel der Verbraucher die Etikettierung von Lebensmitteln als unzureichend. Ein weiteres Drittel betrachtet die Beschriftung der Lebensmittelverpackungen als unübersichtlich und überfrachtet. Außerdem ärgerten sich zahlreiche Befragte darüber, dass die Lebensmittel oft nicht halten, was sie versprechen.
Während das Portal Lebensmittelklarheit zur Aufklärung über die Lebensmittelgesetze dient und die Hersteller sich oftmals nur rechtfertigen (wenn sie denn antworten), können Verbraucher sich auf Codecheck.info über die Inhaltsstoffe von Produkten und deren gesundheitliche Bewertung informieren. Lebensmittelklarheit sorgt nicht direkt für Lügenfreie Etikette sondern gibt den Verbrauchern die Möglichkeit Anfragen zustellen und damit Fehler in der Etiketierung an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Verbraucher können am längeren Hebel sitzen, wenn Sie ihn denn wahrnehmen und schlechte bzw. falsch angepriesene Produkte einfach nicht kaufen.
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