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Soziale Netzwerke sind vielen Datenschützern ein Dorn im Auge und das weltweit größte Netzwerk Facebook stößt in besonderem Maß auf Kritik und Unmut. Nun möchte der Internet-Gigant etwas daran ändern und erweitert die Möglichkeiten der Nutzer, die über sie gespeicherten Daten umfassender einzusehen.
Seit 2010 erlaubt Facebook seinen Usern, ein Bündel an Daten herunterzuladen und sich anzusehen. Auch weiterhin lädt sich der Nutzer eine Zip-Datei herunter, welche HTML-Dokumente mit gespeicherten Inhalten aufweist. Diese können nun Informationen in bis zu 39 Datenkategorien geordnet enthalten. Mit der Neuerung erhalten die angemeldeten Nutzer nun auch Angaben zu Freundschaftsanfragen, zum Beziehungsstand, Telefonnummern, Familienzugehörigkeit, Wohnort und IP-Adressen der Zugangsrechner.
Facebook richtete sich dabei nach Hinweisen irischer Datenschützer. Die Hamburger Datenschutzbehörde begrüße zwar den Willen, mehr Transparenz zu ermöglichen, halte die Neuerung dennoch für unzureichend. Andere Kritiker halten fest, dass Facebook Daten in 84 Kategorien speichere, aber eben trotz der Erweiterungen nur 39 zugänglich mache.
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So sei weiterhin unklar, wie das erfolgreiche soziale Netzwerk biometrische Daten der Gesichter der Nutzer speichert und für die automatische Gesichtserkennung verwendet. Vielen Usern sei zudem gar nicht bewusst, dass eben jene Daten erhoben werden.
Trotz dieser zahlreichen Vorwürfe ist es für jeden Nutzer ratsam, jene Daten, die nun einsehbar werden, tatsächlich zu betrachten, um sich ein Bild von den Speichervorgängen des Netzwerkes zu machen. In den kommenden Wochen und Monaten wird die überarbeitete Funktion weltweit in den Kontoeinstellungen verfügbar werden.
Hinweise zum Schutz Ihrer persönlichen Daten bei Facebook finden Sie hier.
Fazit
Facebook schlägt mit dieser Überarbeitung einen gewünschten Weg ein und zeigt die Bereitschaft, auf Datenschutz-Forderungen einzugehen. Dieses Verhalten wird in den kommenden Monaten an Bedeutung gewinnen, wenn die Einführung der IPv6-Adressen umfassend einsetzt.
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Sören Siebert auf Google+