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Wer heute eine Wohnung anmieten möchte oder einen Kredit benötigt, wird nach seiner Schufaauskunft gefragt. Der sogenannte Schufa-Score zeigt dem Vermieter, bzw. der Bank die Kreditwürdigkeit seines Kunden an.Nun will die Schufa auch auf Daten von sozialen Netzwerken wie Facebook zugreifen.
Die Daten, die von der Schufa gespeichert und verwertet werden, erhält das Unternehmen von Banken, Versicherungen und Versandhandelsunternehmen. Das reicht der Schufa nicht mehr aus und nach Aussage der Sprecherin des Unternehmens, soll das Internet für die Datensammlung der Bürger mit eingeschlossen werden. Schon heute spielt das Wohnumfeld eine Rolle bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit, eventuell werden Bürger nun auch nach Statusinformationen bei Facebook und Freundeslisten bewertet?
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger spricht sich gegen die geplante Datensammlung im Internet aus. Nach ihren Aussagen darf es nicht sein, dass aufgrund von Vorlieben oder Facebook-Freunden beispielsweise kein Handy-Vertrag abgeschlossen werden kann. Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sprach sich dagegen aus. "Die Pläne der Schufa gehen zu weit. Soziale Netzwerke gehören wie der Freundeskreis zur Privatsphäre und dürfen daher nicht von der Schufa angezapft werden", so Brüderle gegenüber SPIEGEL ONLINE.
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Verbraucherministerin Ilse Aigner verlangt von der Schufa eine schnelle Aufklärung über das geplante Projekt und Hintergründe sowie welches Ziel das Projekt verfolgt. Die Schufa selbst hat den Verbraucherbeirat nicht über ihre Pläne eingeweiht, was von den Beiratsmitgliedern mit Befremden gesehen wird.
Frei zugängliche Internetdaten können immer und jederzeit eingesehen werden. Deswegen raten Datenschützer zu einem sorgfältigen Umgang mit persönlichen Daten. Wer beispielsweise im Internet erwähnt, dass zum Monatsende das Geld knapp wird, sollte damit rechnen, dass diese Informationen bei Unternehmen wie die Schufa landen können.
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Sören Siebert auf Google+