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Die Polizei will jederzeit auf die Daten der Facebook-Nutzer zugreifen können. Deswegen fordert die Jugendorganisation der Deutschen Polizeigewerkschaft die Überprüfung der Nutzerdaten durch Facebook.
Facebook soll dafür Sorge tragen, dass künftig nur noch reale Nutzer mit eindeutiger Identität das soziale Netzwerk nutzen dürfen. Darüber hinaus sollen Ermittlungsbehörden jederzeit Zugriff auf die Nutzerdaten haben. Grund für diese Forderung, seien die Facebook-Partys, die seit dem Filmstart von Projekt X rasant zunehmen würden. Erst kürzlich wurde zur „Plattenwald Projekt X Party“ eingeladen. Mehr als 3000 Facebook-Nutzer sagten zu. Dieser eine Klick führte dazu, dass über 130 Jugendliche Besuch von der Polizei erhielten, die den Jugendlichen mitteilten, dass ihnen ein Bußgeld über mehrere hundert Euro drohen, wenn sie die Party besuchen.
Nicht nur einmal kam es vor, dass über Facebook Einladungen zu einer Party gepostet wurden, die anschließend zu Massenevents ausarteten. Ende Juni meldeten sich mehr als 20.000 Facebook-User zu einer Party an, die von Unbekannten auf Facebook eingestellt wurde. Zur Party kamen über tausend Menschen. Am Ende der Party verzeichnete die Polizei drei Verletzte, eine Körperverletzung und 23 Straftaten. Mittlerweile werden für die Erstellung eines Events sogenannte Fake-Accounts genutzt, die anonym über Internetcafés erstellt werden. Die Überprüfung der Identität soll die Erstellung von Fake-Accounts verhindern. „Eine Einführung einer Verifizierung - analog anderer Onlineportale - vor der ersten Nutzung wäre der richtige Schritt seitens Facebook", erklärt Michael Haug, stellvertretender Bundesvorsitzende der Jungen Polizei.
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Gegenüber Golem.de meint Haug, dass die Identifizierung beispielsweise über PayPal oder das bekannte Postident-Verfahren überprüft werden könne. Die einfachste Möglichkeit wäre Paypal, die über das Bankkonto identifizieren. Die Post-Ident dagegen ist das sicherste Verfahren. Haug betonte zudem, dass die Bestandsdaten nach Paragraf 113 des Telekommunikationsgesetzt auch ohne richterlichen Beschluss übermittelt werden können. Facebook hat sich bisher nicht zu der Forderung geäußert.
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Sören Siebert auf Google+