Unter dem Namen "Morro" will Microsoft ab Juni 2009 eine kostenlose Software für Privatnutzer anbieten, die Viren, Trojaner, Spyware und Rootkits erkennen und abwehren soll.
Die bisherigen kostenpflichtige Softwarelösung „OneCare“ wird dann eingestellt, wird aber bis zum Ablauf der Lizenzen unterstützt und mit Updates versorgt. Die neue Software soll auf der OneCare-Engine basieren, aber weniger Resourcen benötigen.
Die Frage ist, wie die Anbieter kostenpflichtiger Antiviren- und Sicherheitssoftware reagieren. Sollte die Microsoft-Software nicht ganz schlecht sein, werden viele Nutzer allein schon deshalb umsteigen, weil das Programm kostenfrei ist. Ob hier rechtliche Auseinandersetzungen drohen wie etwa im Jahr 2005, als Symantec Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt hatte, bleibt abzuwarten.
Fazit:
Microsoft drängt auf einen Markt, den man bisher nicht unbedingt mit dem Unternehmen aus Redmond in Verbindung bringt. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass Microsoft-Produkte, wenn Sie auf ernsthafte Konkurrenz stoßen, den Wettlauf um die Kundengunst nicht so häufig gewinnen. Hier hat man mit der Tatsache, das die Software kostenlos ist, zumindest einen Trumpf in der Hand.
Autor: RA Sören Siebert
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