Apple-Chef Steve Jobs hat auf der jährlichen Entwicklerkonferenz (WWDC 2007) seines Unternehmens bekannt gegeben, dass der bei Apple-Kunden beliebte Webbrowser Safari ab sofort auch auf Windows-Computern laufen soll. Apple tritt damit in direkte Konkurrenz zum Internet Explorer von Microsoft und zu Mozilla Firefox. Eine Vorab-Version steht bereits jetzt zum Download auf der Website von Apple bereit.
Der Browser Safari hat aktuell einen Marktanteil von fünf Prozent bei 18 Millionen Nutzern. Jobs wirbt auf der Website nun insbesondere mit dem so genannten iBench HTML-Performance-Test, der Safari 3 auf einem Windows-Betriebssystem eine durchschnittliche Dauer von 2,2 Sekunden bis zum Aufruf einer Website attestiert. Die Konkurrenten Opera 9 (6,2 Sekunden), Internet Explorer 7 (4,6 Sekunden) und Firefox 2 (3,67 Sekunden) sind danach deutlich langsamer. Apple will bei der Einführung von Safari für Windows-PCs insbesondere auch von den Erfahrungen mit der Kompatibilität von iTunes auf diesen Computern profitieren. Dazu führte Jobs aus: "Viele hundert Millionen Windows-Anwender setzen bereits iTunes ein und wir freuen uns, sie auch vom überlegenen Browsererlebnis von Safari zu überzeugen".
Technisch sollen alle Safari-Funktionen auch beim Einsatz des Browsers auf dem Windows-PC angeboten werden. Kompatible neue Betriebssysteme sind Windows XP und Windows Vista. Auch für Mac-Nutzer lohnt sich der Blick auf die Homepage, da Apple die neue Version von Safari gleichzeitig für Mac und Windows bereitgestellt hat. Neben dieser Neuigkeit waren die Ankündigungen von Jobs in diesem Jahr weniger spektakulär als in den vergangenen. Insbesondere wurde kritisch gesehen, dass Jobs keine neue Hardware vorgestellt hat. Allerdings kommt in zwei Wochen in den USA das iPhone auf den Markt. Es ist im besten Fall zu vermuten, dass der Apple-Chef davon nicht durch neue Ankündigungen ablenken wollte. Im Kernpunkt seiner Präsentation stand das Apple-Betriebssystem Leopard (Mac OS X 10.5). Dabei wurden etliche neue Funktionen vorgestellt.
Fazit:
Apple greift insbesondere seinen Konkurrenten Microsoft nun auch beim Einsatz des entsprechenden Browsers an. In der Vergangenheit waren solche Schritte in den allermeisten Fällen von Erfolg gekennzeichnet. Es bleibt also abzuwarten, ob die Kunden dies nun auch annehmen. Allerdings hatte Apple im vergangenen Jahr, beispielsweise durch die fehlende Interoperabilität von Musik die über iTunes erworben wurde und dann auf anderen Systemen nicht abspielbar war, nicht nur bei Verbraucherschützern sondern auch bei vielen Kunden etlichen Kredit verspielt.
Autor: Philipp Otto
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