
Der neue Bericht der Sicherheitssoftware-Herstellers Kaspersky Lab zum Februar 2010 zeigt einen neuen Trend bei Spam-Angriffen. Soziale Netzwerke stehen dabei zunehmend im Fokus der Spammer.
Als Spam wird übermäßiger Versand von Nachrichten zu einer bestimmten Thematik bezeichnet. Diese Nachrichten sollen vom Empfänger geöffnet werden, um diesen entweder direkt oder per Link auf eine Phishing-Seite zu locken. Dabei werden diese Nachrichten meist massenweise und wiederholt an ein und dieselbe E-Mail-Adresse verschickt.
Soziale Netzwerke zunehmend im Fokus
Der Bericht offenbarte keine weitere Erhöhung der Gesamt-Spamrate im E-Mail-Verkehr, die bei 86,1 % aller elektronischen Nachrichten liegt, im Vergleich zum Vormonat. Desweiteren zeigt der neue Bericht, dass Phishing-Mails insgesamt nicht mehr als im Januar verschickt wurden. Das Vorgehen der Schreiber der elektronischen Post ist dabei nach wie vor das gleiche. So dienen Anhänge graphischer Art und Ziffernkombinationen als Links zu den beworbenen Produkten und umgehen dabei sogar Spam-Filter.
Diese nüchternen Daten des Februar-Berichts werden durch die auffällige Zunahme von Spam-Mails an Facebook-Nutzer interessanter. So verdeutlich der Bericht, dass die Ersteller dieser Mails nun auch vermehrt soziale Netzwerke als möglichen Absatzmarkt entdecken. In den aktuellen Fällen versandten Internet-Kriminelle vermehrt Aufrufe zu einer Profilaktualisierung an die Nutzer.
Im Gegensatz zu verschiedenen bereits bekannten ‚Kettenbriefen’, welche oft leicht als Fälschung enttarnt werden können, waren diese Mails täuschend echt nachgestellt und wurden nur selten als Gefahr identifiziert. Dadurch leisteten viele Empfänger der Aufforderung Folge und luden sich durch das Betätigen des Links Schadsoftware auf den Computer. Passend zu diesem Beispiel weist Kaspersky Lab auf, dass im Februar 15-mal mehr Schaden verursachende Programme per Mail verschickt wurden als im Vormonat.
Fazit:
Die Zahlen dieses aktuellen Berichts führen zu zwei verschiedenen Schlussfolgerungen: Zum einen wird durch den stetigen Versand solcher Spam-Mails deutlich, dass die Sender jener Nachrichten anscheinend Profit machen und deshalb ihr Vorgehen weiter modifizieren werden. Zum anderen wird die Flexibilität der Kriminellen klarer, da das Umlenken auf soziale Netzwerke als Aufhänger der Spam-Nachrichten eindeutig als Reaktion auf die Vermehrte Nutzung jener Netzwerke identifiziert werden kann.
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