Mit großer Erwartung gründeten die Festplatten-Hersteller Samsung, Hitachi, Toshiba, Fujitsu, Western Digital und Seagate Anfang des Jahres die Hybrid Storage Alliance, eine gemeinsame Plattform zur Förderung hybrider Festplatten (H-HDDs). Auf der Website der Allianz heißt es: "The Hybrid Storage Alliance exists to promote and educated industry enablers and influencers about the benefits and advantages of Hybrid HDDs." Doch bislang konnten die Hoffnungen der Unternehmen nicht erfüllt werden.
Auf dem Branchentreffen Diskcon 2007 ist nun Kritik laut geworden, da sich die Hybrid-Festplatte auf dem Markt noch nicht durchgesetzt habe. Zwar können Kunden beispielsweise bereits seit März 2007 die ersten Hybrid-Festplatten des Anbieters Samsung erwerben, doch hält sich nach Branchenberichten das Kaufinteresse noch in Grenzen.
Einerseits stellen die hohen Kosten ein Problem dar, so Joel Hagberg von Fujitsu, andererseits fehle die Akzeptanz der Kunden. Dies kommentierte Dr. Richard New, Leiter der Forschungsabteilung für Festplatten des Unternehmens Hitachi wie folgt: "Die ersten Produkte haben nicht die Performance geliefert, die sich die Verbraucher erhofft haben". Auch scheint die technische Weiterentwicklung ein Problem für Notwendigkeit von Hybrid-Festplatten zu sein. Das Betriebssystem Windows Vista benötige wesentlich weniger Zeit, bis es nach dem so genannten Schlafmodus wieder betriebsbereit sei, da benötige man keine Hybrid-Festplatten mehr, so ein Vertreter des Unternehmens Digital Western.
Fazit:
Hybrid-Festplatten / Laufwerke zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben einem herkömmlichen magnetisch-mechanischen Bereich zusätzlich einen Flash-Speicher haben. Verfügbare Daten werden also zunächst im Flash-Speicher abgelegt. Erst wenn dieses Speichermedium voll ist, beginnt die Speicherung auf dem herkömmlichen Teil der Festplatte. Dadurch minimiert sich die Zeit, bis der Rechner wieder hochgefahren ist. Zudem bedeutet dies einen wesentlich geringeren Stromverbrauch. Die Verbraucher haben diese Möglichkeiten allerdings noch nicht massenhaft wahrgenommen. Einerseits sehen viele die Zeitersparnis oder den Stromverbrauch als nicht ausschlagendes unbedingtes Kaufargument, andererseits zeigen auch die verbesserten Eigenschaften herkömmlicher Systeme -wie beispielsweise bei Windows Vista- dass eine Optimierung auch ohne Hybrid-Festplatte möglich ist.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung IT-Sicherheit: Rechtsanwalt Sören Siebert
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