Die Idee, einen 100-Dollar-Laptop für Kinder in Entwicklungsländern zu entwickeln, gibt es bereits seit einigen Jahren. Da der Produktionspreis allerdings nicht unter dieser Marke gehalten werden konnte, sollen die Notebooks nun für ca. 200 Dollar pro Stück verkauft werden. Die Initiative "One Laptop per Child (OLPC) " startet nun zudem ein Laptop-Spendenprogramm. In der Aktion "Give 1 Get 1" können zwei XO-Laptops -die auf dem Betriebssystem Linux basieren- bestellt werden. Davon geht einer an den Erwerber, der andere wird gespendet und Kindern in Entwicklungsländern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Ursprünglich sahen die Planungen vor, dass der OLPC-Laptop nur in Entwicklungsländer geliefert und an die dortige Bevölkerung verkauft werden sollte. Die Initiatoren haben nun durch das Spenden-Modell in Industriestaaten eine neue Strategie entwickelt, um die Bekanntheit und den Absatz des ehemaligen "100-Dollar-Laptop" zu vergrößern. Dies war lange umstritten. Wie das Projekt auf seiner Website bekannt gegeben hat, sollen die Laptops ab dem 12. November 2007 zu bestellen sein.
Das Modell sieht vor, dass der Käufer und Teilnehmer an der Aktion ein bestelltes Notebook direkt nach Hause bekommt, das andere wird, so das Versprechen der Initiatoren, direkt an ein Kind in einem Entwicklungsland geliefert. Nach Angaben des Projektes sind bislang ca. 3 Millionen Bestellungen aus Entwicklungsländern eingegangen.
Fazit:
Die Aktion greift ein wichtiges Thema auf. Gerade in Entwicklungsländern verfügen nur die wenigsten Kinder, aber auch Erwachsenen, über die Möglichkeit einen Laptop einzusetzen. Gerade dieser kann jedoch helfen und vergrößert die Bildungschancen. Bei dem Programm "Give 1 Get 1" geht es nicht nur darum, sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Tatsächlich können diese einfachen und speziell mit Software -die für Kinder besonders geeignet ist - ausgestatteten Laptops auch für den Nachwuchs in Industrieländern eine nützliche Anschaffung sein.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung Hardware und Software: Rechtsanwalt Sören Siebert
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