
„Spore“ ist eigentlich ein recht innovatives Spiel. Alles beginnt mit einer Ur-Suppe und der Spieler versucht, sein durch Evolution selbst kreiertes Völkchen bis in den Weltraum zu katapultieren. Ein ungewöhnliches Spielprinzip, mit ebenso ungewöhnlichen anmutenden Spezies. Doch im Netz formiert sich Unmut über das recht kreative Spiel. Am Spiel selbst liegt das nicht, das finden die meisten eigentlich sogar recht gut. Nur der Kopierschutz von Spore, den mag niemand.
Gerade einmal drei Installationen erlaubt Publisher Electronic Arts dem Käufer von Spore. Ist dieses Guthaben einmal aufgebraucht, muss man eine kostenpflichtige Hotline anrufen und dort um weitere Freischaltungen bitten. Wer also häufig seinen Rechner wechselt oder das Spiel auf verschiedenen Systemen installiert, muss sogar mit zusätzlichen Kosten rechnen.
Die Kunden sind deshalb sauer. Als „schlichtweg indiskutabel“ und „unverfroren“ bewerten Käufer den Kopierschutz von Electronic Arts. Viele zweifeln gar an dem Nutzen solcher Maßnahmen im Kampf gegen Software-Piraten. „Man versuche lediglich den Weiterverkauf einzudämmen oder zu verhindern“, so die Theorie eines Käufers und hält den ehrlichen Käufer für den Dummen. Während sich dieser von einem Kopierschutz gängeln lassen muss, kommen Nutzer von Raubkopien meist gänzlich ohne Aktivierung aus. Andere vergleichen diese Art der Vermarktung eher mit dem Ausleihen eines Videos, statt mit dem Kauf eines Computerspiels, nur zu einem deutlich höheren Preis. Mancher will sogar gänzlich auf den Kauf verzichten.
Gerade einmal mit einen von fünf möglichen Sternen bewerteten bereits mehr als 2000 Kunden das Evolutions-Spiel auf amazon.com. Auch bei den deutschen Käufern schneidet das Spore nicht viel besser ab: Hier gab es im Schnitt immerhin noch 2 Sterne, die Meinungen zum Kopierschutz unterscheiden sich hingegen kaum. Ein solcher Ansturm von Kritik bleibt nicht unbemerkt. Nach Blogs wie „ars technica“, berichtet nun auch die „Financial Times“ über die Protestbewegung aus dem Netz, die ihren Anfang in den Amazon-Foren fand. Schlechte PR für den Publisher Electronic Arts, dieser will aber erst im Laufe der Woche eine Stellungnahme abgeben.
Fazit
Mit solch restriktiven Schutzmaßnahmen tun sich die Hersteller zumeist keinen großen Gefallen. Das zeigt auch die Kritik vieler Käufer von Spore. Wer schließlich für viel Geld ein Spiel kauft, möchte es auch uneingeschränkt nutzen und dazu gehört auch selbst entscheiden zu dürfen, wie oft man es installiert. Zumal sich hier die Frage stellt, was passiert wenn EA eines Tages den Support einstellt und damit vielleicht auch die Server? Eine Installation wäre dann unmöglich. Nicht gerade das was man sich vom Kauf eines Spiels erwartet.
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