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Die deutsche Musik-Streaming-Plattform Grooveshark schließt wegen „unverhältnismäßig hoher Betriebskosten“, heißt es auf grooveshark.com. Damit zieht sich das Unternehmen aus Deutschland zurück und schimpft dabei auf die GEMA, die angeblich die hohen Betriebskosten verursachen soll.
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Grooveshark ist eine Plattform, auf der User einerseits Musik hochladen und anderseits von anderen Usern hochgeladene Musikstücke nutzen können. Grooveshark findet die Plattform trotz fehlender Lizenzverträge mit Plattenfirmen legal, da sie sich an die US-Gesetze, z.B. den DMCA halten. Wird Grooveshark von Plattenfirmen über einen Rechteverstoß benachrichtigt, werden diese Musiktitel gesperrt. Die Plattformen stehen den Nutzern kostenfrei zur Verfügung. Für die werbefreie mobile Version erhebt Grooveshark eine monatliche Nutzungsgebühr.
Ende 2011 veröffentlichte die GEMA ihre Tarife für werbefinanzierte Musikangebote, so auch für Musik-Streaming-Dienste. 10,25% der erzielten Einnahmen verlangt die GEMA von ihnen. Dabei fallen auch Mindestabgaben an, die umgerechnet mit 0,6 Cent pro Stream berechnet werden. Dienste mit hoher User-Interaktivität finden dies zu teuer, weshalb sich Grooveshark nun aus Deutschland zurückzieht.
Die GEMA behauptet, dass Grooveshark nicht wegen „unverhältnismäßig hoher Betriebskosten“ den Dienst in Deutschland einstellt, sondern weil sie sich grundsätzlich weigert, ihren Dienst in irgendeiner Form zu vergüten. Grooveshark habe bisher noch gar keinen Kontakt zur GEMA aufgenommen.
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