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Die berühmte Blog-Software WordPress wird derzeit zur Verbreitung von Schadcode genutzt. Dabei machen sich die Kriminellen einige Sicherheitslücken zu Nutzen. Bereits 2500 Sites wurden allein im September blockiert, damit kein weiterer Schaden angerichtet wird.
Die Initiatoren des Angriffs haben laut einem Bericht von heise online ein sehr professionelles Exploit-Framework namens BlackHole auf den Servern installiert, welches die Aufgabe hat, die Besucher eines WordPress-Blogs mit Schadcodes zu beladen. Dazu werden gleich mehrere bekannte Sicherheitslecks im Webbrowser und den vorhandenen Plugins durchsucht, um gezielt Schäden zu verursachen.
Der Antivirensoftwarehersteller Avast äußerte sich nicht genau, welche Lücke in der Software genutzt wird. Bekannt ist nur, dass es sich um ein Addon namens TimThumb für die Blog-Software handelt. Des Weiteren gehen die Experten davon aus, dass nun Ende Oktober wahrscheinlich ähnliche viele Blogs wie im September aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen.
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Schon vor drei Monaten wurde eine Schwachstelle bekannt, die aktiv zu kriminellen Zwecken genutzt wurde. Möglicherweise handelt es sich bei den derzeitigen Attacken um die gleiche oder eine ähnliche Schwachstelle im System. Offensichtlich finden die Angreifer nach wie vor solch kritische WordPress-Installation, sodass vermutet werden kann, dass sich viele Admins und Blogger der Gefahr noch nicht bewusst sind.
Aus diesem Grund wird allen Admins geraten, sämtliche installierten TimThumb-Versionen durchzusehen und möglicherweise unsichere Blog-Themes zu entfernen. Eine noch nicht vollständige Liste betroffener Themes veröffentlichte der Blog sucuri.net. Zudem wurde inzwischen die Version 2.0 des Addons veröffentlicht, welche die Sicherheitslecks nicht mehr aufweist, und sollte deshalb bevorzugt verwendet werden.
Fazit
Die Probleme der Blogger-Software zeigen, wie schwer es ist, eine Sicherheitslücke ausfindig zu machen und zu bekämpfen. Selbst wenn das Leck gefunden und in einer neuen Version geschlossen wurde, benötigen die Nutzer einige Zeit, um die Gefahr zu realisieren und mögliche Gegenmaßnahmen einzuleiten. Besucher dieser noch unsicheren Websites sind letztlich die Leidtragenden.
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Sören Siebert auf Google+