Entgegen der Auffassung vieler Menschen ist das Internet kein rechtsfreier Raum, auch im Netz finden kriminelle Handlungen statt. Gerade die gezielte und strafrechtlich relevante Missachtung von Markenrechten findet massiv über das Internet statt. Jedes Jahr legt „MarkMonitor“ eine Studie zum Missbrauch von Marken im Internet vor, den so genannten „Brandjacking Index“ (auf Deusch: „Markenentführung“)
Ebendiese Studie ist es, die den Internetkriminellen ein sehr erfolgreiches Jahr 2008 prognostiziert hat. So sind 80% der Webseiten, die bereits im Jahr 2007 durch Markenrechtsverletzungen aufgefallen sind, auch heute noch aktiv. Bei den Internetkriminellen ist vor allem das so genannte „Cyberquatting“ beliebt: Bei dieser Methode der Markenrechtsverletzung werden gezielt Domain-Namen mit fremden Markenrechten registriert, um den eigenen Absatz zu fördern oder das eigene Internetangebot interessanter zu machen.
Auch waren 2008 insgesamt 444 Unternehmen betroffen, mit deren guten Namen die Kriminellen als Nachricht vom Unternehmen getarnte Phishing-Mails versendet haben.
Fazit:
Es kann jedem Unternehmen nur empfohlen werden, gezielt gegen die missbräuchliche Nutzung der eigenen Marke vorzugehen – ansonsten droht nicht nur Verwässerung, sondern gerade bei unseriösen Angeboten kann auch das eigene Firmen-Image schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. An dieser Stelle ist es zu empfehlen, einen auf Markenrecht spezialisierten Anwalt mit der Überwachung der eigenen Marke und der Verfolgung von Markenmissbrauch zu beauftragen.
Autor: Florian Skupin
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