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Aufgrund eines langjährigen Markenrechtsstreits über die Verwendung des Markennamens „GMail“ war es Google bislang verwehrt, in Deutschland diesen Namen für seinen E-Mail Dienst zu nutzen. Seit kurzem ist die Domain gmail.de jedoch auf die Google Inc. registriert.
Google startete seinen E-Mail Dienst im April 2004. Zu dieser Anfangszeit, als sich der E-Mail Service noch im Beta-Stadium befand, konnte er ausschließlich auf Einladung hin genutzt werden.
Schließlich kam es dann im Mai 2005 zwischen Daniel Giersch und Google zu einem Markenrechtsstreit um die Verwendung des Namens „GMail“. Giersch sicherte sich bereits im Jahr 2000 die Marke „G-mail… und die Post geht richtig ab“. Schließlich gelang es ihm nach nur einem Jahr nach Start des E-Mail Dienstes, es Google per einstweiliger Verfügung zu untersagen, das E-Mail Angebot in Deutschland „Gmail“ zu nennen.
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Auf entsprechende Verkaufsangebote durch Google an den Markenrechten ging Giersch zum damaligen Zeitpunkt nicht ein, weswegen Google ab dem damaligen Zeitpunkt in Deutschland unter dem Namen „Google Mail“ bekannt war. Schließ lehnte auch das Hanseatische Oberlandesgericht im Jahr 2007 die Revision ab, woraufhin das Vorgehen Googles gegen den Unternehmer „auf Eis“ gelegt wurde.
Acht Jahre nach dem Start des E-Mail Dienstes ist nun die Domain gmail.de im Besitz von Google. Am 11. April 2012 benannte sich der von dem Unternehmer Giersch betriebene E-Mail-Dienst in Quabb um. Seither wurden alle auf @gmail.de endenden E-Mail-Adressen seines E-Mail Services in @quabb.com unbenannt.
Ohne dass es von offizieller Seite bisher eine Stellungnahme hinsichtlich der Vereinbarungen gibt, liegt damit die Vermutung nahe, dass Google in Deutschland die Markenrechte an der Marke Gmail von Giersch und damit zugleich die auf ihn lautende Domain übernommen hat. Etwaige Absprachen, insbesondere die Höhe des Preises sind jedoch nicht bekannt. Es bleibt abzuwarten, wie Google die Marke „Gmail“ in Deutschland verwenden wird.
Fazit
Auch in Großbritannien und der Schweiz führt Google seinen Dienst seit einiger Zeit wieder unter der Bezeichnung GMail. Während ein Schweizer Gericht ernste Zweifel an der Gebrauchsabsicht an der von Girsch auch in der Schweiz eingetragene Marke „GMail“ hatte und die Marke in der Folge für nichtig hielt, führte Google in Großbritannien den Rechtsstreit gegen ein britisches Unternehmen, welches die Marke bereits 2002 hatte schützen lassen. Auch dort gelang es Google, den Rechtsstreit für sich im Jahr 2010 zu entscheiden, so dass Google in Großbritannien den Begriff GMail ab diesem Zeitpunkt nutzen konnte.
Es kann wohl daher davon ausgegangen werden, dass der E-Mail Dienst von Google künftig nicht mehr unter „Google Mail“, sondern - wie auch in den Ländern - demnächst einheitlich unter Gmail bekannt sein wird.
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Sören Siebert auf Google+