In den USA wurde in der vergangenen Woche eine 32jährige Mutter von 4 Kindern wegen Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen zu 1,9 Millionen $ Schadensersatz verurteilt.
Der Frau wurde in dem Prozess vorgeworfen, dass über ihren Internetanschluss ca. 1.700 Lieder über die Tauschbörse Kazaa angeboten wurden. Verhandelt wurden im Prozess ledig 24 Lieder. Wegen dieser Songs wurde sie nun zu Schadensersatz im Höhe von 1,9 Millionen Dollar verurteilt.
Bereits der erste Prozess hatte für ein immenses Medienecho gesorgt. In diesem wurde Jammie Thomas-Rasset noch zu einer Geldstrafe von „nur“ 220.000 Dollar verurteilt. Das Urteil wurde jedoch wegen Verfahrensfehlern aufgehoben. Auch gegen das nun ergangene Urteil wird nach Aussagen des Anwalts von Jammie Thomas-Rasset Berufung eingelegt werden. Zudem erklärte die amerikansiche Vereinigung der Plattenindustrie RIAA, dass man zu einem Vergleich bereits sei.
Fazit:
Auch wenn vergleichbare Schadensersatzsummen von 80.000 Dollar pro Lied in Deutschland nicht zu erzielen sind, der Abschreckungseffekt für Filesharer dürfte enorm sein. Allerdings muss man abwarten, wie das angekündigte Berufungsverfahren ausgeht.
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