Als „privat“ angemeldete chinesische Mitglieder nutzen die Angebotsgebührenbefreiung bei Auktionen mit 1 EURO Startpreis, um massenweise Artikel bei eBay Deutschland einzustellen. Für Händler auf eBay wird es immer schwieriger.
Nicht nur sind es die doch relativ hohen Provisionen und viele Vorgaben seitens eBay (zum Pflicht zum kostenlosen Versand in einigen Kategorien), die die individuelle Angebotsgestaltung für gewerbliche Händler immer schwieriger machen und zuletzt den großen Buch-Händler paperbackworld AG in die Knie gezwungen haben – nun müssen die gewerblichen Verkäufer sich auch mit chinesischen Händlern herumgeschlagen, die massenhaft Auktionen kostenlos unter Ausnutzung eines angeblichen „privates Mitglied“-Status auf der deutschen eBay-Plattform einstellen.
So ist mindestens ein Fall bekannt, in dem ein „chinesischer Privatverkäufer“ in den letzten 30 Tagen über 350.000 Auktionen mit einem EURO Startpreis eingestellt hat und stattdessen versucht, seine Gewinne über hohe Versandkosten aus dem Ausland zu erwirtschaften. Über 99% der Auktionen erhalten zwar nicht einmal das Mindestgebot in Höhe von einem EURO, machen es gewerblichen Händlern aber nahezu unmöglich, ihre Produkte gut auf der Handelsplattform platzieren zu können.
Fazit:
Obgleich es sich beim Vortäuschen einer „privaten Mitgliedschaft“ um einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht handeln dürfte, haben Händler in der Realität keine Möglichkeit, entsprechende Verstöße beispielsweise durch Aussprechen einer Abmahnung zu unterbinden, da die Wettbewerbsverletzer ihren Sitz in China haben und folglich ein effizientes Vorgehen nicht möglich ist.
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