Vor dem Landgericht Darmstadt hat gestern der Prozess gegen einen 37-jährigen Polen begonnen, der mehr als 4.000 Menschen um ihre bei eBay ersteigerte und bezahlte Ware gebracht haben soll.
Der Angeklagte war Geschäftsführer einer Firma aus Dreiech, die über eBay als gewerblicher Händler Computerteile vertrieben hat. Nachdem der Angeklagt anfangs preisgünstige Artikel über eBay angeboten und die Transaktionen korrekt abgewickelt hat, um sich einige positive Bewertungen zu verschaffen, habe er für die darauf angebotenen Artikel das Geld in die eigene Tasche gesteckt und die Artikel nicht ausgeliefert, so die Staatsanwaltschaft, die dem Angeklagten gewerbsmäßigen Betrug vorwirft.
Als nach dem Eingang zahlreicher Strafanzeigen gegen den Angeklagte die Geschäftsräume der Firma durchsucht wurden, war der Angeklagte bereits mit 430.000 Euro in der Tasche nach Polen untergetaucht, wo er Anfang des Jahres festgenommen wurde.
Vor dem Landgericht Darmstadt sind im aktuellen Verfahren lediglich 74 vermeintliche Betrugsfälle angeklagt, der Rest der Fälle wird vor einem polnischen Gericht in einem gesonderten Verfahren verhandelt. Im Rahmen der Verhandlung sollen alle 74 Geschädigten persönlich vor Gericht aussagen, wofür noch mindestens vier Verhandlungstage angesetzt sind.
Fazit:
Immer wieder versuchen Betrüger, über eBay das ganze große Geld zu machen. In den meisten Fällen endet diese „Geschäftsidee“ abrupt und häufig vor dem Haftrichter. Auf jeden Fall ist es wohl wesentlich entspannter, im Internet auf legale Art und Weise sein Geld zu verdienen.
Autor: Florian Skupin
Rechtsanwalt Siebert berät Sie zum Thema "Rechtssicherer eBay-Auftritt"
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