Beleidigungen, gefälschte Bilder, Hassgruppen in sozialen Netzwerken und peinliche Videos auf Youtube. Das ist Mobbing in Zeiten des Internets. Mittlerweile jedes fünfte Kind in Deutschland war bereits Opfer von so genannten Cyber-Mobbing, in anderen EU-Ländern ist es gar jedes Zweite oder Dritte.
Ein guter Grund für den am 10. Februar stattfindenden "Safer Internet Day" der Europäischen Kommission. Diese ruft Schüler und Lehrer auf über die Gefahren im Internet zu diskutieren. Ziel des weltweit stattfindenden Tages ist die Sensibilisierung von Jugendlichen für Sicherheit im Internet. Gerade der Missbrauch von neuen Medien durch Jugendlichen steht dabei im Vordergrund. Eltern und Lehrer stehen diesem Problem nicht selten hilflos gegenüber. Denn gerade für junge Leute sind Online-Netzwerke wie SchülerVZ oder Youtube beliebte Tummelplätze für gezieltes Mobbing gegen Mitschüler. Im Gegensatz zum Schulhof, sind hier die Opfer den Angriffen und Tiraden permanent ausgesetzt. Ein Flüchten wie früher vom Schulhof ist im Internet kaum mehr möglich. Eine zusätzliche Belastung stellt für die Opfer die weltweite Zugänglichkeit der Angriffe und Peinlichkeiten dar. Blieb Mobbing früher zumeist auf den Schulhof beschränkt, erfährt jetzt im Internet jeder davon.
Doch einen kleinen Siegt gegen das Cyber-Mobbing kann die EU bereits schon jetzt verbuchen. So werde man am kommenden Dienstag mit rund siebzehn führenden Anbietern von sozialen Netzwerken eine Vereinbarung zum besseren Schutz von Minderjährigen unterzeichnen. Mit dem Vertrag sollen besonders die Anbieter von Netzwerken mit in die Verantwortung gezogen werden und ihren Nutzern in Zukunft bessere Möglichkeiten gegen anstößige Kontaktversuche oder Cyber-Mobbing bieten.
Fazit:
Mobbing im Internet ist ohne Frage ein großes Problem. Blieben die Angriffe früher zumeist auf den Pausenhof oder den Klassenraum beschränkt, wird im Internet nun für jeden sehbar gemobbt. Für die Opfer der Attacken ein erdrückendes Gefühl. Gerade Lehrer und Eltern sind deshalb gefragt, doch für viele ist das Internet noch immer ein unbekanntes Terrain.
Autor: Christian Hense
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