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Wurm nutzt Sicherheitslücke bei Skype

Seit einigen Tagen verbreitet sich der Windows-Wurm "Pykse.A" im Internet. Er nutzt eine Sicherheitslücke in der VoIP-Software (Voice over IP) von Skype aus. Hierbei nutzt er die Chat-Funktion ("Skypen") des Anbieters. Ist das Programm befallen, so schaltet der Wurm automatisch den Anwesenheitsstatus "Do not Disturb" (Bitte nicht stören) ein, obwohl der Nutzer weiterhin erreichbar ist. Jedoch wird er dann nicht mehr von der Software über eingehende Anrufe oder Nachrichten informiert.

Der Nutzer wird dabei einmalig mit einer Warnmeldung darauf hingewiesen. In dieser Nachricht ist neben einem kurzen Text auch ein Link zu einer JPEG-Datei enthalten. Öffnet der Nutzer die JPEG-Datei mit dem Link, wird ihm das Bild einer leicht bekleideten Dame gezeigt. Gleichzeitig wird der Schädling an alle im Skype-Verzeichnis eingetragenen Kontakte geschickt, die dann die gleiche Nachricht erhalten. Experten schätzen die Gefahr des Schädlings jedoch als gering ein. Zwar verändert er die Skype-Einstellungen und verschickt sich automatisch nach dem Öffnen an die Skype-Kontakte, doch liegen bislang keine Erkenntnisse über weitere schadhafte Funktionen vor. Insbesondere spioniert der Wurm keine Passwörter aus oder zerstört weitere Dateien und Anwendungen auf dem Computer.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Anbieter Skype immer wieder Probleme mit Würmern. Im Dezember 2006 nutzte ein anderer Wurm das populäre Skype zur Verbreitung. Im damaligen Fall war der Wurm jedoch so programmiert, dass er auch Passwörter und andere geheime Daten vom Computer auslesen konnte. Im aktuellen Fall rät Skype seinen Nutzern trotzdem besondere Vorsicht walten zu lassen.

Fazit:
Wer eine solche Skype-Nachricht erhält, insbesondere wenn sie von einem nicht zuzuordnenden Account stammt, sollte diese nicht anschauen sondern löschen, um die weitere Verbreitung des Wurms zu verhindern. Solange der Wurm aktiv ist, wird empfohlen alle eingehenden Nachrichten mit einem aktualisierten Anti-Viren-Programm zu überprüfen.

Autor: Philipp Otto

Rechtsberatung Sicherheit im Internet: Rechtsanwalt Sören Siebert


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