
Google AdWords sind vierzeilige Text-Anzeigen, die bei Freischaltung am Rande von inhaltlichen Beiträgen auf Webseiten erscheinen. Die AdWords orientieren sich dabei unter anderem an Signalwörtern die sich im Haupttext befinden um passgenaue Werbung schalten zu können. Die Google AdWords sind ein zentraler Bestandteil der Aktivitäten im Bereich der Online-Werbung des Weltkonzerns. Nun ist bekannt geworden, dass sich seit mehreren Wochen unter diesem Anzeigen auch Links zu Webseiten befinden, die einen Schadcode beinhalten. Google hat diese gefährlichen Links nach eigenen Angaben bereits am 10.04.07 entdeckt, die Deaktivierung erfolgte jedoch erst am 24.04.07. Warum Google nicht früher reagiert hatte, ist ungeklärt.
Die Sicherheitsspezialisten von Exploid Prevention Labs informierten darüber in einem Blog-Eintrag. Hierin heißt es: " Hi folks, We've been watching an interesting puzzle for a couple of weeks now, and last night the last couple of pieces fell into place. Since the 10th April, our community intelligence network has been finding exploit detections _seemingly_ at household name sites like the Better Business Bureau and cars.com but are actually coming from a place called smarttrack.org
masquerading as one of the legit sites. Google searches such as the phrase BetterBusinessBureau OR "Florida Business Opportunity Law" or "Modern cars airbags required" will turn up these dangerous sites (more on that below). Last night our researchers discovered that one of these rogue links was the number 1 sponsored link when people entered the phrase BetterBusinessBureau." (...) Und weiter: "Now, lots of links in any search engine point to infective sites, so that's not really a surprise, but this does highlight a significant issue. When you move the mouse over a normal, organic search result, google shows the url you are about to navigate to if you click. (...) If, however, you mouse-over a sponsored result, no URL preview is shown! This means that a user has no clue where she is about to navigate to. (...) Savvy search engine users will know that often these sponsored links will take you through a 'Click-manager' or other advertising service and so seeing your browser pass through smarttrack.org will appear benign enough. Fortunately, google seems to have terminated that account as of about 11am est, but we detected about 20 different search strings that resulted in links to smarttrack.org, so it is not yet clear if all the links have been cleared up, but LinkScanner and SearchShield will surely reveal that over the next few days. Cheers (...)".
Grundsätzlich soll nach Angaben des Exploid Prevention Labs eine automatisierte Überprüfung der verlinkten Websites eigentlich dafür sorgen, dass eine solche Sicherheitspanne nicht möglich ist. Wie die Autoren in ihrem Beitrag ausführen wurde die gefährlichen Links durch die Verschleierung der URL der entsprechenden Websites bei Google AdWords-Werbung begünstigt. Der Nutzer kann nicht auf den ersten Blick erkennen, welche Website er durch Betätigung des Links erreicht. Google machte unter dessen keine Angaben über die Zahl der Nutzer, die zwischen mindestens seit dem 10.04.07 und dem 24.04.07 Opfer der fehlerhaften Links wurden.
Fazit:
Wer unbekannte Internetseiten besucht, sollte darauf achten, dass die URL auch mit der der gewünschten Ziel-Website übereinstimmt. Dies kann im Einzelfall durchaus sehr kompliziert sein. Werden die URL auf den ersten Blick ganz verschleiert, wie in diesem Fall, besteht dringender Handlungsbedarf.
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