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Fußball-EM 2008: Anpfiff für Online-Betrüger

Das Bochumer Sicherheitsunternehmen G-Data rechnet damit, dass Online-Kriminelle die anstehende EM als Aufhänger für betrügerische Aktionen nutzen könnten. Ziele sind neben Kreditkartendaten, auch die Verbreitung von Schadsoftware, so genannter Malware.

Besonders warnen die Bochumer Sicherheitsexperten vor Emails, in denen Tickets, Videos von Spielen, Fan-Events, Bildschirmschoner oder Spielpläne angeboten werden. In teils personalisierten Emails, geben sich die Betrüger als scheinbare Bekannte aus und versuchen angeblich zum Verkauf stehende EM-Tickets an den Mann zu bringen. Nicht selten ein verlockendes Angebot. Jedoch sind es lediglich versuche von Cyber-Kriminellen an Kreditkartendaten zu gelangen oder zumindest Malware zu verbreiten. Letzteres zumeist über in den Spam-Mails verlinkten Webseiten oder beigefügten Dateianhängen. Diese versprechen Videos, Spielpläne oder Fan-Events. Nur dürfte man sich bei einem Besuch der Seiten oder beim Öffnen der Dateien lediglich Trojaner oder andere Schädlinge auf den heimischen Rechner laden.

Auch warnen die Bochumer vor möglicherweise gehackten Fan-Portalen oder Fan-Foren. Keine neue Methode. So berichtete bereits vor gut zwei Monaten der Software-Hersteller Sophos darüber, das die EM-Ticketseite euroticketshop.com von Cyber-Kriminellen gehackt und mit Schadcode infiziert wurde. Kunden welche die Seite zu diesem Zeitpunkt besuchten, liefen Gefahr sich diesen herunterzuladen.

Fazit:

EM-Tickets sind begehrt, für die ersten 418.000 Karten gab es über 8 Millionen anfragen, da ist es kein Wunder das auch Kriminelle versuchen aus dieser Nachfrage selbst Kapital zu schlagen. So mancher fällt schnell auf die verlockenden Angebote vermeintlicher Verkäufer herein.

Emails von Unbekannten sollte man immer mit Vorsicht behandeln, auch wenn der Inhalt noch so verlockend erscheint. Ebenso sollten eventuelle Anhänge nicht geöffnet und enthaltene Links nicht angeklickt werden. Lassen sie sich nicht von irgendwelchen Versprechungen leiten und löschen sie dubiose Emails umgehend.

Autor: Christian Hense

Rechtsberatung Internetrecht - Rechtsanwalt Sören Siebert

 


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