Eine dreidimensionale Stadt im Web? Die von Google gestartete Initiative „Cities in 3D“ soll dies ermöglichen, natürlich in Kombination mit der hauseigenen Software „Google-Earth“. Doch die Arbeit macht sich der Onlineriese einmal mehr nicht selbst, sondern lädt andere dazu ein und lockt mit kostenloser Software und schier endlosen Anwendungsmöglichkeiten.
Nun gab Google auch in Deutschland den Startschuss für seine Initiative „Städte in 3D“. Kommunen und öffentliche Bildungsträger können jetzt ihre Stadt oder Sehenswürdigkeiten dreidimensional in Google-Earth integrieren. Geodaten und die Software „SketchUp“ gibt es kostenlos.
Bisher war dieser Luxus nur einigen Großstädten wie Berlin oder Hamburg vorbehalten, mit der Initiative möchte Google dies nun auch kleineren Städten und Gemeinden ermöglichen.
Aber die Initiative soll mehr sein als nur ein nettes Gimmick für Google-Earth. Es soll Teil eines modernen E-Governments werden. Für Google ist jedenfalls alles möglich. So soll durch die dreidimensionale Darstellung von Reisezielen und Sehenswürdigkeiten der Tourismus gefördert und anhand von integrierten Bau- und Flächennutzungsplänen eine neue Dimension des Stadtmarketings ermöglicht werden. Potentiellen Investoren könnte man dann anhand von Google-Earth einen möglichen Standort mit wenigen Klicks schmackhaft machen.
Ebenso sollen auch statistische Daten integriert werden können. Diese könnten dann mit der Webseite der Stadt oder Gemeinde verbunden werden, alles in Echtzeit. Sogar zur Unterstützung der Verbrechensbekämpfung und dem Katastrophenschutz soll die 3D-Stadt dienen oder zur einfachen Planung von Großveranstaltungen.
Für Google ist jedenfalls alles denkbar.
Mehr zu Googles Initiative "Städte in 3D " auf der offiziellen Webseite.
Fazit:
Google zeigt einmal mehr Kreativität wenn es um neue Web-Anwendungen geht, aber auch Geschäftssinn. Denn zum einen würde man sich im Wachstumsmarkt des E-Governments fast unverzichtbar machen, zum anderen erhält der Onlineriese unzählige Daten und erweitert obendrein noch die Features seiner Software ohne große Kosten. Trotzdem, die Möglichkeiten die sich hier ergeben, dürften sowohl für die Kommunen, als auch für den Bürger selbst interessant sein.
Autor: Christian Hense
Rechtsberatung Internetrecht: Rechtsanwalt Sören Siebert
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