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Google wird größtes Zeitungsarchiv der Welt

Es geht Google um nichts weniger, als die Informationen der Welt zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. So heißt es im ersten Satz des Unternehmensprofils von Google. Nach dem Scannen und der Digitalisierung von Millionen von Büchern nimmt Google nun die Zeitungsarchive ins Visier. So sollen die Archive von Zeitungen, die sich eine digitale Archivierung nicht leisten können oder bereits schon lange nicht mehr existieren komplett gescannt werden.

Es geht um Milliarden von Zeitungsartikeln weltweit. Damit es zu einer Vielzahl von Kooperationen mit den Zeitungen kommt, will Google die Kosten der Digitalisierung komplett übernehmen und die Verlage an den späteren Werbeeinnahmen beteiligen. Zentrales Organ zur Bereitstellung der Artikel soll zunächst Google News werden.

Diese Pläne sind heute durch ein Posting von Punit Soni (Product Manager) im Google Blog bekannt geworden. Unter der Überschrift: "Bringing history online, one newspaper at a time" heisst es: " The problem is that most of these newspapers are not available online. We want to change that. Today, we're launching an initiative to make more old newspapers accessible and searchable online by partnering with newspaper publishers to digitize millions of pages of news archives." Nach Informationen von Heise Online wollen bereits 100 Zeitungen bei dem Projekt mitmachen.

Fazit:
Die Innovationen und Projekte rauben einem fast den Atem. Inzwischen vergeht kaum noch eine Woche ohne die Ankündigung eines speziellen neuen Projektes, einer neuen Google-Anwendung oder einer neuen Kooperation. Allein in den vergangenen Tagen hat Google den Web-Browser Chrome auf den Markt gebracht, Planungen veröffentlicht, seine Server möglicherweise bald auf dem Meer zu betreiben, Zugeständnisse beim Datenschutz gemacht und aktuell nun sein Zeitungsprojekt veröffentlicht. Google ist auf der Überholspur. Ob und wie lange dies gut gehen kann, ist völlig unklar. Inwieweit beim Scannen der Zeitungen wie bei der Digitalisierung von Büchern sich kritische Stimmen melden, muss abgewartet werden.

Autor: Philipp Otto

Rechtsberatung Internetrecht: Rechtsanwalt Sören Siebert


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