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Seitdem deutsche Banken Kreditkarten umtauschen, sind deutsche Kreditkartenbesitzer beunruhigt. Grund hierfür ist der mutmaßliche Datenklau im großen Stil. Nach Angaben der FTD sind ca. 100.000 Kreditkarteninhaber aller deutschen Banken vom Kartentausch betroffen. Allerdings soll es sich dabei um reine Vorsichtsmaßnahmen handeln.
Betroffen sind zunächst Karten von Visa und Mastercard, die in den vergangenen Monaten in Spanien genutzt wurden. Der Kreditkartenbetreiber Visa hatte die Banken wegen Ungereimtheiten bei einem sogenannten Prozessor in Spanien informiert. Hinter Kreditkartenbetrügen stecken meist gut organisierte, internationale Banden. So wurden zum Beispiel acht Hacker aus Osteuropa in den USA angeklagt, nachdem sie mit Dubletten in der ganzen Welt gleichzeitig mehrere Millionen Dollar erbeutet hatten. Aber auch in Deutschland wurde erst im Oktober Haftbefehl gegen zwei Bulgaren erlassen. Bei ihnen wurden Blankokarten, Daten und hochprofessionelle Geräte zum Beschreiben der Rohlinge gefunden. So lässt sich die Liste der bekannten Kreditkartenbetrüge weiter fortführen.
Kreditkartenkunden können sich leider nur kaum vor Kartenmissbrauch schützen. Oft werden die Daten an Ort und Stelle kopiert. Sodass der einzige Schutz darin besteht, die Karten nicht zu nutzen. Allerdings bietet MasterCard seinen Kunden inzwischen die Möglichkeit, die Kunden über SMS über Buchungen zu informieren. Außerdem haben Visa Europe und MasterCard Passwortsysteme entwickelt, mit denen das Einkaufen im Internet sicherer sein soll. Diese Form des Bezahlens ist allerdings bisher nur bei wenigen Internethändlern möglich.
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Kommt es tatsächlich zu einem Kreditkartenmissbrauch, kann den Kunden Entwarnung gegeben werden. Dieser muss nicht für den Schaden aufkommen. Selbst wenn es zu Überziehungszinsen kommen sollte, weil trotz Reklamation das Geld vom Konto des Betrogenen abgezogen wurde, wird dies ausgeglichen. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Kontrolle der Kreditkartenabrechnung. Tritt ein Missbrauch auf, muss dies innerhalb von 13 Monaten nach der Abbuchung angezeigt werden. Geht eine Karte verloren oder wird sie gestohlen, müssen Kunden aufgrund der Zahlungsdienstrechtlinie seit Ende Oktober mit 150,00 € mithaften. Hat der Kunde fahrlässig gehandelt, weil er etwa den Pin mit der Karte zusammen aufbewahrt hat, wird es für teurer. Trotzdem gilt: Geht die Karte verloren, muss sie unbedingt gesperrt werden.
Fazit
Es werden neue Sicherheitssysteme entwickelt und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese auch in Deutschland und im europäischen Raum umgesetzt werden. Bis dahin sollte man die Tipps der Banken oder auch der Verbraucherschützer beachten, um schadensfrei die Kreditkarten nutzen zu können.
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Sören Siebert auf Google+