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66.000 Datensätze vom Server des Online-Ticketverkäufers Kartenhaus gestohlen

Der Online-Ticketverkäufer Kartenhaus aus Hamburg hat aktuell bekannt gegeben, dass aus seiner Online-Datenbank Privatanschriften (Rechnungsadressen), Kreditkartennummern und weitere Informationen über die jeweilige Kreditkarte von bis zu 66.000 Kunden ausgelesen und gestohlen wurden. Der Ticketverkäufer Kartenhaus bietet beispielsweise Karten für die Foo Fighters, 50 Cent, das Wacken Open Air 2008 und weitere Großereignisse an.

Nach Angaben des Tickethändlers sind von dem Datenverlust  die Kunden von Tickets für die Spiele des Fussball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin der Eishockey-Mannschaft der Eisbären Berlin und dem HSV Handball nicht betroffen. Voraussichtlich sind von dem Hacker-Angriff jedoch viele Daten der Kunden, die zwischen Oktober 2006 und September 2007 Karten für verschiedene Veranstaltungen und Spiele bei dem Kartenhändler online erworben haben, betroffen. Bislang ist nicht bekannt, wer die sensiblen Daten entwendet und von dem Server ausgelesen hat und wie groß der finanzielle Schaden ist. Der Anbieter fordert seine Kunden auf, schnell die aktuelle zumeist online einsehbare Abrechnung bzw. Umsatzübersicht der Kreditkarte auf Unregelmäßigkeiten hin zu überprüfen.

Nach Angaben der Muttergesellschaft Ticketmaster seien die betroffenen Kunden bereits gewarnt und mit den notwendigen Informationen versorgt worden. Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde ebenfalls gestellt. Zudem gibt es nach Angaben des Unternehmens eine enge Kooperation mit Banken und den Anbietern der Kreditkarten.

Fazit:
Immer gelingt es durch Phishing-Angriffe tausende von hoch sensiblen Daten auszulesen. Auch ständig optimierte Sicherheitssysteme helfen in manchen Fällen nicht weiter. Im aktuellen Fall sollten Kunden ihre aktuellen Umsätze und Buchungen schnell überprüfen. Sind dort Umsätze vermerkt, die man nicht getätigt hat, sollte man die entsprechende Kreditkarte bei seinem Anbieter sperren lassen.

Autor: Philipp Otto

Rechtsberatung Phishing und Betrug im Internet: Rechtsanwalt Sören Siebert


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