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Nachdem Unbekannte vom 17.4. bis 19.4. 2011 unterschiedliche Dienste des Sony Playstation Networks und das Onlinemusikportal "Qriocity" angegriffen hatten und in Folge dessen die Dienste durch Sony deaktiviert wurden, offenbart sich nun, dass bei der Attacke 77 Millionen Kunden angespäht worden sind.
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Die meisten Betroffenen werden sich fragen, wie es zu dieser Hackerattacke kommen konnte. Die Antwort liegt bei bekannten Schwachstellen von kostenpflichtigen Onlinediensten. Da Kunden über die Portale Produkte käuflich erwerben können, müssen sich die Interessenten registrieren und unter anderem Angaben zur Online-Bezahlung machen. Diese Informationen werden immer wieder von den Plattformen abgefragt und über genau diese Stelle gelang den Cyber-Kriminellen der Angriff.
Diese Schnittstellen zwischen Dienst und Kunde sind bekanntermaßen eine Schwachstelle dieser Systeme, doch sind sie derzeit unumgänglich. 77 Millionen Nutzerkonten ist dies nun zum Verhängnis geworden. Sonys Angaben zur Art der entwendeten Daten gleichen einer Hiobsbotschaft. Ausgelesen wurden demnach Name, Geburtsdatum, Land, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), E-Mail-Adresse und Passwörter. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass auch Kreditkarteninformationen gestohlen worden sind. Die Sicherheitscodes sind laut Sony jedoch nicht betroffen.
Kreditkarteninhaber müssen sich laut eines Berichts des Hamburger Abendblatts nicht sonderlich sorgen, da sie für möglichen Schäden, die durch Manipulationen im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl entstehen könnten, nicht haften. Mögliche Opfer der Attacke sollten ihre individuellen Abrechnungen eingehend prüfen und Unstimmigkeiten dem Institut, dem die Karte entstammt, melden.
Allgemein wird allen Menschen, welche über Online-Plattformen Käufe tätigen, angeraten, mit aller Vorsicht zu agieren. Laut dem Artikel können Cyber-Angriffe zu enormen Kosten bei Firmen und Privatanwendern führen. Aktuelle Fälle, wie der hier aufgezeigte, veranschaulichen, dass es Kriminellen immer wieder gelingt, Großfirmen erfolgreich zu attackieren.
Fazit: Bislang ist unbekannt, wie groß der Schaden in der Summe ist und wer für den Angriff verantwortlich ist. Es wird vermutet, dass es sich bei dem oder den Hacker/n um junge Personen oder Spieler handelt, da sich professionelle Cyber-Kriminelle eher an Unternehmen wenden, bei denen viel Geld fließt und deren Kundenkreis nicht nur aus vorrangig Teenagern besteht.
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