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Vom 15.-21. März 2007 findet in Hannover wie jedes Jahr die weltweit größte Messe für Informationstechnik CeBIT statt. Hier werden Entwicklungen, Trends und die neueste Unterhaltungselektronik präsentiert. Im Vorfeld der Messe fordern nun Verbraucherschützer die Hersteller von Computern auf, in Zukunft mehr auf umweltverträgliche Geräte zu setzen. Der Bundesverband der deutschen Verbraucherzentralen (vzbv) plädiert sogar für ein Verbot von Geräten mit intensivem Stromverbrauch. Dies betrifft neben Computern auch Drucker, Handys, Bildschirme und Server.
Insbesondere die Stand-by-Funktion ist den Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Mit einem Verzicht auf diese Funktion könne auf zwei Atomkraftwerke verzichtet werden und ein Privathaushalt könnte pro Jahr ca. 100 Euro an Stromkosten sparen, rechnet die Chefin des vzbv in einem Interview mit der Berliner Zeitung vor. Elektronische Geräte ohne An/Aus-Schalter sollten deswegen gar nicht mehr zugelassen werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist der hohe Verbrauch von Rohstoffen bei der Herstellung dieser Geräte. Zudem kritisiert der vzbv, dass viele Elektronik-Geräte als Elektroschrott enden und zu wenig auf Recycling geachtet wird. Als Ansatz für die Zukunft wird die Einführung eines Öko-Labels für Computer vorgeschlagen. Ähnlich wie beim Kauf von Kühlschränken, könne der Kunde dann gezielt ein umweltfreundliches Produkt erwerben. Mithilfe eines gestaffelten Codes soll der Kunde dann erkennen können, ob das Gerät zu den stromsparenden seiner Klasse gehöre oder nicht.
Zwar existiert seit 1978 bereits das Gütesiegel Blauer Engel (Blauer Umweltengel), doch verwende kein einziger Hersteller von Computern die neueste und seit 2006 gültige Version. Die Verbraucherschützer bemängeln deswegen die mangelnde Weitsichtigkeit der Marketingstrategen in den Unternehmen, da Umweltverträglichkeit einen Wettbewerbsvorteil darstelle. Manche Unternehmen haben dies bereits erkannt. So präsentiert das Unternehmen Fujitsu-Siemens seinen "Green-PC". Nach eigenen Angaben sollen bei diesem in der Herstellung ca. 25 Sack Kohle weniger verwendet worden sein als bei marktüblichen Geräten.
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Fazit:
In Zeiten des Klimawandels und der Erderwärmung spielen umweltfreundliche Produkte eine immer größere Rolle. Nicht nur aus grundsätzlichen Erwägungen, sondern auch aus ökonomischen Gesichtspunkten wird sich der schonende Umgang mit Ressourcen bereits in der Produktion und der stromsparende Betrieb im Endeffekt rechnen. Das Vorpreschen der Verbraucherschützer vor der CeBIT 2007 ist geschickt, da es mediale Aufmerksamkeit erregt. Gleichzeitig wird dies in wenigen Jahren aller Voraussicht nach eine Selbstverständlichkeit sein.
Autor: Philipp Otto
Rechtsberatung Verbraucherschutz und Telekommunikation: Rechtsanwalt Sören Siebert
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