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Der Start der F-Mail, einem Mail- und Nachrichtendienst von Facebook, könnte dazu führen, dass es zwischen den Internet-Rivalen eskaliert. Ein regelrechter Datenkrieg herrscht zwischen den Internet-Giganten Google und Facebook. Der eventuelle heutige Start der F-Mail könnte Google als Frontalangriff auf den G-Mail-Service ansehen.
Neuer Nachrichtendienst von Facebook
Derzeit zählt G-Mail mehr als 200 Millionen Nutzer. Das soziale Netzwerk Facebook wird von mehr als 500 Millionen Usern genutzt. Es wird befürchtet, dass die F-Mail erst die G-Mail und danach alle anderen Email-Service erobern könnte. Facebook hat heute zu einer Pressekonferenz nach San Francisco eingeladen. Bis dahin wird noch kräftig über das neue Geheimprojekt namens „Titan“ spekuliert, dass den Nachrichtenaustausch zwischen den Facebook-Nutzern verändern soll. Bisher können Facebook-User ein in sich geschlossenes System dazu nutzen. Das bedeutet, dass Nachrichten nur innerhalb dieses Systems versendet werden können.
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US-Technologieblogs spekulieren darüber, ob es künftig möglich ist, per E-Mail-Adresse auch von außen Nachrichten zu erhalten, bzw. von Facebook aus an andere Email-Dienste zu versenden. Berichten zufolge soll Facebook die URL „fb.com“ gekauft haben. Daraus könnte man schließen, dass es künftig Email-Adresse mit den Endungen @facebook.com oder @fb.com geben könnte.
Sollte Facebook auch ein POP-Zugang erhalten, dann wäre es möglich E-Mails von jedem Endgerät außerhalb von Facebook zu empfangen. Am Wochenende bezweifelte die New York Times die Spekulationen rund um Facebooks Geheimprojekt. Sie nehmen vielmehr an, dass es ein neuer Dienst wird, der in die Plattform Facebook integriert wird und kein Gegner von G-Mail ist.
Google vs. Facebook
Selbst wenn dem so ist, wie die New York Times vermutet, so geht die Fehde zwischen den beiden Internetkonzernen mit verstärkter Intensität weiter. Erst seit Kurzem können Facebook-User von der Plattform mit dem Freundefinder nicht mehr auf Google-Kontakte zugreifen, weil Google seine Geschäftsbedingungen für die API-Schnittstelle kürzlich änderte. Mit dieser Schnittstelle können Google-Kontakte in andere Netze importiert werden. Dies ist jetzt nur noch bei Diensten möglich, die umgekehrt auch den Export der Daten nach G-Mail zulassen. Facebook lässt den Export der Daten in andere Netze nicht zu, mit der Begründung, die eigenen User vor dem Export von Userdaten zu schützen.
Das Technologiemagazin „Wired“ glaubt, dass es den beiden Internetkonzernen nicht um die Vorherrschaft bei E-Mail-Diensten geht. Vielmehr sorgt sich Google, dass Facebook ein Internet im Internet aufbaue und damit für die Suchmaschinen unerreichbar wird. Auch jetzt haben Suchmaschinen keinen Zugriff, denn was bei Facebook kommuniziert wird, können je nach Privatsphäre-Einstellung beispielsweise nur Freunde sehen.Auch sind Google die Nutzerdaten unbekannt, während Facebook von seinen Usern tagtäglich mit privaten Nutzerdaten gespeist wird.
Fazit:
Es könnte eng für Google werden, denn User haben immer weniger Gründe, das soziale Netzwerk zu verlassen, insbesondere nicht, wenn ein E-Mail-Dienst integriert wird. Dies könnte sich auf die Werbeumsätze von Google auswirken.
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Sören Siebert auf Google+